FDP vermisst bei der Region eine „Kultur des Sparens“

Zu einem Gedankenaustausch bekam Bürgermeister Alfred Baxmann (l.) Besuch vom Vorsitzenden der oppositionellen FDP-Regionsfraktion Bernhard Klockow (r.). (Foto: Georg Bosse)

Kommunen sollen von Mehreinnahmen der Region auch profitieren

BURGDORF (gb). Alle zwei Monate macht sich die FDP-Regionsfraktion auf, um vor Ort in den Städten und Kommunen der Region Hannover zu erfahren, was los ist. Am vergangenen Montag empfing Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann den oppositionellen FDP-Regionsfraktionsvorsitzenden Bernhard Klockow (Barsinghausen) zu einem Gedankenaustausch, dem sich später in der „Alten Landratsvilla“ (Rathaus II) ein kurzes Pressegespräch anschloss.
Dem Informationsgespräch wohnten auch der liberale Ehrenvorsitzende Dieter Lüddecke (Burgdorf) und FDP-Ratsmitglied Karl-Ludwig Schrader bei. Nachdem Bernhard Klockow das Konstrukt „Region“ für ihren zu großzügigen Umgang mit Geld kritisierte und das unter anderem mit einer fehlenden „Kultur des Sparens“ und einem aufgeblähten Personalbestand begründet hatte, forderte er, dass sich die verbesserte Einnahmesituation der Region Region auch für die Kommunen auszahlen müsse. Baxmann, der sich die Region als „atmendes System“ wünscht, sieht in der derzeitigen Umlage, die im Burgdorfer Etat mit 11 bis 12 Millionen Euro zu Buche schlägt, nicht das eigentliche Problem, sondern eher, dass sich Bund und Land bei den Kosten für die Flüchtlingsbetreuung in den Städten und Gemeinden einen „schlanken Fuß“ mache: „Vielmehr werden wir hierbei von der Region mit mehr Geld unterstützt.“ Zur Burgdorfer Personalpolitik sagte der Verwaltungschef, dass den gesetzlichen Anforderungen mit mehr Stellen zu genügen, keine Verschwendung sei. Bei der Personalpolitik sei man mit der Stadt im Einklang, setzte Dieter Lüddecke hinzu.
Anerkennend nahm Bernhard Klockow zur Kenntnis, dass sich die Burgdorfer „Nordwest“-Gewerbeentwicklung im Zuge der B188neu recht positiv darstellt.