Facettenreiche Begegnungen auf Augenhöhe

Generalkonsulin Marina Estella Anwar Bey (2.v.r; Hamburg) saß beim Indonesischen KulturFestival im Burgdorfer Mehrgenerationenhaus mit Schwerpunkt „Integration“ in der ersten Reihe. (Foto: Georg Bosse)

Indonesisches KulturFestival belebte BMGH-Themenschwerpunkt „Integration“

BURGDORF (gb). Die bundesweit 450 Mehrgenerationenhäuser widmen sich vornehmlich vier generationenübergreifenden Handlungsschwerpunkten: Alter und Pflege, Angebot und Vermittlung von Haushaltsnahen Dienstleistungen, Freiwilliges Engagement sowie Integration und Bildung. „Wir in Burgdorf haben den Schwerpunkt „Integration“, erklärte die Koordinatorin des Burgdorfer Mehrgenerationenhauses (BMGH), Ursula Wieker. Die praktische Bewerkstelligung dieses Themas wurde am vergangenen Samstag mit dem Indonesischen KulturFestival sehens- und hörenswert in die Tat umgesetzt.
Die Republik Indonesien ist der größte Inselstaat der Welt. Auf den über 17.000 Inseln, von denen rund 6.000 bewohnt sind, leben etwa 250 Millionen Menschen meist (88 Prozent) muslimischen Glaubens. 1960 wurde zwischen Braunschweig und dem „Paris von Java“, Bandung, die erste Partnerschaft zwischen einer deutschen und einer südostasiatischen Stadt vereinbart. Die inzwischen existierende Indonesische Kulturengruppe (IKG Sarstedt) ist Kooperationspartner des BMGH und war Gastgeber der völkerverbindenden Veranstaltung im Gemeindehaus an der Gartenstraße 28.
Die Kulturengruppe ist eine Gemeinschaft aus verschiedenen Volksstämmen Gesamtindonesiens, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, unabhängig von Religionen und politischen Gesinnungen, zusammenzubringen. Dies ist dem Festival in Burgdorf auf vortreffliche Weise gelungen. Mit Vorträgen, Musik, Tanz und weiteren Darbietungen nahm das Festival seine zahlreichen Besucher mit auf eine Reise durch die bunte und facettenreiche Vielfalt indonesischer Kulturen, die auch Bürgermeister Alfred Baxmann begeisterte: „Es ist eine Freude und ein Vergnügen hier interessanten Menschen und Mentalitäten zu begegnen.“ Willkommenskultur werde durch Begegnungen mit Menschen auf Augenhöhe be- und erlebt, so Ursula Wieker.