Es sind „Sonnenstrahlen am Ende des Tunnels“ zu sehen

Auf dem Spittaplatz dankte Bürgermeister Alfred Baxmann (re.) allen Bauarbeitern, Behörden- und Kirchenvertretern sowie sämtlichen Anwohnern und Geschäftsleuten für ihr Engagement und ihre Geduld während der Großbaustellenarbeiten in der Burgdorfer Innenstadt. Anschließend ließ es sich bei kühlen Getränken und heißen Würstchen nett plaudern. (Foto: Georg Bosse)

Mit Party wurde das Ende der Innenstadt-Baustelle gefeiert

BURGDORF (gb). „Manchmal haben bei uns die Heizungsauflagen gewackelt“, wusste Burgdorfs Superintendent Dr. Ralph Charbonnier schmunzelnd über die Auswirkungen des „unteren“ Marktstraßenumbaus in seinem Dienstgebäude am Spittaplatz zu berichten. Der Kirchenmann war einer der zahlreichen Gäste, die am vergangenen Dienstagabend der Einladung der Stadt zu einer „Dankeschön“-Party auf dem Spittaplatz gefolgt waren.
Der Dank ging ganz besonders an die Kaufmannschaft sowie an die Bürgerinnen und Bürger, die während der über fünfmonatigen Umbaumaßnahmen erhebliche Einschränkungen hinnehmen mussten. Nun seien aber schon die „Sonnenstrahlen am Ende des Tunnels“ zu erkennen, sagte Bürgermeister Alfred Baxmann in seiner Begrüßung. „Der Aufwand hat sich gelohnt und ist jetzt die Basis für eine zukunftssichere Entwicklung der Burgdorfer Innenstadt. Der neu in Beton und Asphalt gegossene, öffentliche Raum bietet Chancen, die genutzt werden können, damit wieder geschäftiges Leben einkehren kann“, so Baxmann. Nicht endgültig in „Beton und Asphalt“ sind nach den Worten des Verwaltungschefs die geänderten Verkehrsführungen gegossen. Sie seien jetzt erst einmal auf dem Prüfstand. Hierzu wünscht man sich im Rathaus von den Betroffenen gebündelte Beobachtungen und Rückmeldungen aus der täglichen Praxis. „Politik und Verwaltung sind lernfähig“, forderte der Bürgermeister die Anwesenden zum Mitmachen auf.
Die Stimmung unter den Geladenen auf dem Spittaplatz war recht entspannt. „Eine schöne Geste der Stadt“, war von den Gästen rund um den „Wicken Thies“-Brunnen allseits über die Idee einer „Dankeschön-Party“ zum absehbaren Ende der City-Baustelle zu hören. „Letztendlich ist das Ergebnis gelungen, weil verschiedene Interessen zum Ausgleich gebracht wurden. Bewundernswert war, wie die betroffenen Anlieger und Geschäftsleute mit der Situation kreativ umgegangen sind und die Bauarbeiter im Sinne der Anwohner und Einzelhändler häufig „mediterran“ improvisiert haben“, fasste Ralph Charbonnier seine persönlichen Eindrücke zusammen.
Einer jener betroffenen Geschäftsleute ist Gastwirt Gerhard Ernst, der unweit des Hochbrücken-Kreisels das „1667“ an der Unteren Marktstraße betreibt. „Die zurückliegenden Monate waren eine erhebliche Behinderung, was sich auch auf meine Umsatzzahlen niederschlug, weil ich kaum Laufkundschaft zu bedienen hatte. Nach Freigabe der Marktstraße ist das allgemeine Verkehrsaufkommen wieder ähnlich hoch, wie vor dem Umbau. Nun hoffe ich, dass der gesamte Innenstadtbereich auch von den Leuten angenommen wird“, ließ Ernst seine „Leidenszeit“ Revue passieren.
Burgdorfs polizeilicher Kontaktbeamte Jörg Windfuhr hielt sich mit Prognosen zur Situation in der umgestalteten Innenstadt noch ein wenig zurück: „Nach einer ersten Eingewöhnungsphase muss erst einmal genau hingeschaut werden, wie alles aufgenommen wird.“
Zum Ende dieses lockeren Beisammenseins wurde es noch mal „feurig“. Als die Dunkelheit bereits begann, diesen milden Sommerabend einzufangen, zeigten die Johnny B.-Artisten Rebecca und Phil ihre Feuer-Jonglage.