Erster Einstieg in die Schützenfestzeit

Hauptschießsportleiter Urs-Uwe Simanowsky, Michael Jahn und Bürgermeister Alfred Baxmann übergaben die Rats- und Schützenscheibe an Oliver Brandt und Rabea Hansen. (Foto: st)
 
Die Mitarbeiter der Verwaltung, Jens Böhm und Wolfgang Meyer, gaben die Scheiben für das diesjährige Ratsschießen aus. (Foto: st)

Burgdorfer Ratsschießen ist gelebte Tradition

BURGDORF (st). Es ist noch nicht der Start des Schützenfestes, aber für die Burgdorfer Schützengesellschaft von 1593 und die Mitglieder des Rates und der Verwaltung der Stadt Burgdorf eine gelebte Tradition im Vorfeld des diesjährigen Volksfestes: das Burgdorfer Ratsschießen.
Mit dem Hinweis: „Laut der 3. Änderung der Vereinbarung zum alljährlichen Ratsschießen zwischen der Burgdorfer Schützengesellschaft von 1593 e.V. und der Stadt Burgdorf wird ab dem Jahr 2016 die Ratsscheibe von den Teilnehmern der Stadt und die Schützenscheibe von den Teilnehmern der Burgdorfer Schützengesellschaft im jährlichen Wechsel ausgeschossen“ hatte die Stadt Burgdorf zum diesjährigen schießsportlichen Wettkampf eingeladen.
Die letztjährig erstmals angewendete Richtlinie wurde deshalb eingeführt, damit nicht nur geübte Schützen die bekannten Holzscheiben (50 Zentimeter im Durchmesser) gewinnen können, sondern auch die Mitglieder aus Rat und Veraltung Chancen auf ein Erfolgserlebnis haben.
Das Ratsschießen ist beliebt, hat aber in diesem Jahr mit 52 Teilnehmern ausbaufähige Beteiligung gehabt. Das bestätigte Hauptschießsportleiter Urs-Uwe Simanowsky von den Burgdorfer Schützen: „Die Ratsscheibe mit der Ratskette und die Schützenscheibe sind jedes Jahr begehrte Trophäen, aber natürlich kommt auch der gesellige Teil und der Austausch bei der Veranstaltung nicht zu kurz.“
Neben dem Ehrgeiz im Wettbewerb wird zudem die Vorfreude auf Burgdorfs fünfte Jahreszeit, die Schützenfestzeit, bei allen Beteiligten gesteigert. Denn schon in drei Wochen ist der Startschuss der ersten Schießwettbewerbe für alle Burgdorfer Bürger, nicht nur für die Schützen. Da es in den Wochen vor dem Volksfest, aber auch während der bunten Tage, viel Kontakt bezüglich Sicherheitskonzepten, rechtlichen und organisatorischen Themen mit der Verwaltung gibt, war die Idee des Ratsschießens als gemeinsame Veranstaltung im Mai 1966 geboren.
Als Gewinner der Ratsscheibe ging diesmal Rabea Hansen hervor. Hansen schoss einen 188,0-Teiler und kann sich in die lange Siegerliste eintragen. Die Schützenscheibe sicherte sich vom Rat Oliver Brandt mit einem 105,9-Teiler. Beide Scheiben werden im Wettbewerb 50 Meter Auflage mit dem Kleinkalibergewehr ausgeschossen.
Simanowsky wertete in Abwesenheit der 1. Schießsportleiterin Silke Hartung die Scheiben mit seinem Team und der Teilermaschine, die die Nähe zur Mitte mit einer Genauigkeit von Tausendstel Millimetern misst, aus. Im Anschluss an das gemeinsame Vesper und der Siegerehrung wurde der Sinn der Veranstaltung mehr als deutlich. Es fanden sich Gruppen mit Schützen und Mitgliedern des Rates und der Verwaltung zusammen, die eifrig diskutierten und noch einige Zeit im Schützenheim verbrachten. Die gemeinsame Kommunikation scheint Früchte zu tragen, denn ohne die Unterstützung der Stadt könnte die Burgdorfer Schützengesellschaft ein Projekt wie das Schützenfest wohl nicht bewältigen. Die nicht hoch genug zu bewertende ehrenamtliche Hilfe aus den eigenen Reihen der Schützen und die Erfahrungen der Verwaltung bei Großveranstaltungen sind wohl eine gelungene Symbiose für ein hoffentlich harmonisches Fest Ende Juni. Das Ratsschießen soll in jedem Fall der Anfang für eine schöne Zeit in den nächsten Wochen sein.