Erinnerungskultur ausprägen und friedensstiftende Werte vermitteln

Bei der Burgdorfer Gedenkansprache zum Volkstrauertag 2014 wurden Michael Loske und Tochter Frieda (Mi; v.r.) vom Feuerwehrmusikzug Burgdorf/Hänigsen sowie von Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehr, der Burgdorfer Schützengesellschaft und der Reservistenkameradschaft begleitet. (Foto: Georg Bosse)

Der von Menschenhand verursachten Unmenschlichkeit entgegenwirken

BURGDORF (gb). Rund zwei Stunden bevor die zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag (16. November) des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Berlin mit Bundespräsident Joachim Gauck sowie mit dem israelischen Publizisten und Botschafter a. D. Avi Primor begann, fand zu diesem Anlass in Burgdorf am Ehrenmal im Stadtpark die kleine Feierstunde mit dem Schulleiter des Burgdorfer Gymnasiums, Michael Loske, statt.
Wenn der Herbst die Blätter fallen lässt, wenn die Tage trüb und kurz und die Abende lang werden, wird in Deutschland alljährlich der Millionen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Dabei wird nicht nur an die ermordeten Menschen und gefallenen Soldaten aller Völker der zwei Weltkriege im vergangenen Jahrhundert, sondern auch an die heute „von Menschenhand verursachte Unmenschlichkeit“, so Loske, erinnert. Erinnerungskultur bei Schülerinnen und Schülern auszuprägen sowie dabei gleichzeitig friedensstiftende Werte zu vermitteln, sei die Aufgabe des Geschichts- und Politikunterrichts an den Schulen, sagte Michael Loske, denn ohne Kenntnis der Vergangenheit sei die Gegenwart nicht zu verstehen und die Zukunft nicht zu gestalten. Und seine Tochter Frieda, die ihm bei der Gedenkansprache assistierte, zitierte in diesem Zusammenhang Martin Luther King (1929-1968): „Wenn wir annehmen, dass das Leben lebenswert ist und dass der Mensch ein Recht hat zu leben, dann müssen wir eine Alternative zum Krieg finden.“