„Entführung in die Zukunft der Elektro-Mobilität“

Große Beachtung fand das VW-Karmann Ghia Cabrio (1968), in das ein alternatives Antriebssystem installiert wurde. (Foto: Georg Bosse)

BBS-Absolventen präsentierten Projektarbeiten der Kfz-Technik

BURGDORF (gb). Die Absolventen der Fachschule „Fahrzeugtechnik“ bei den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Burgdorf haben ihre beachtenswerten Projekte vorgestellt. In Anwesenheit von Politik und Verwaltung, von Partnern aus der Industrie und weiteren Gästen versprach Christoph Falkner, Projektleiter und Koordinator der Berufsfelder „Fahrzeug- und Metalltechnik“, eine „Entführung in die Zukunft der Elektro-Mobilität“.
Und er hatte nicht zu viel versprochen. Die vier Projektteams präsentierten ein Lehrmodell zur Spannungsfreischaltung eines VW e-up!, die Optimierung eines Prototypenfahrzeugs bezüglich des Kraftstoffverbrauchs, des Geräuschpegels, des Bordnetzsystems sowie des Heiz- und Kühlsystems, eine digitale Sonnenblende mit lichtabhängiger Abdunkelung der Scheiben und ein alternatives Antriebssystem in einem Oldtimer.
Der Oldtimer war in diesem Fall ein VW-Karmann Ghia Cabrio aus dem Jahr 1968. Die fünfköpfige Gruppe um Projektbetreuer Uwe Ellebrecht hatte sich zur Aufgabe gemacht, den „Karmann“ e-mobil zu machen. Für dieses zeitgemäße Vorhaben entwickelten sie eine Hochvoltbatterie auf Basis von Lithium-Polymer-Zellen, eine voll elektrische Heizungsanlage im 3D-Druckverfahren und installierten ein Batteriemanagementsystem zur Überwachung der Batteriezellen. Der Kabelbaum zur Verschaltung aller Komponenten wurde ebenfalls von der Gruppe entworfen.
Alle Absolventen, die im Rahmen der Ausbildung auch ihre Meisterprüfung im Kfz-Handwerk ablegten, boten interessante Lösungen zu fahrzeugtechnischen Problemen, die die Branchenfachleute sicherlich aufhorchen lassen.