Energiekosten senken durch eine „Heizungsvisite“

Rainer Tepe vom Ingenieurbüro Tepe informierte ausführlich über die verschiedenen Anlagetechniken. (Foto: Dana Noll)

Wertvolle Tipps beim Informationsabend im Burgdorfer Rathaus

BURGDORF (dno). Spätestens, wenn die Jahresendabrechnungen von Strom- und Gasanbieter ins Haus kommen, ist eine „Heizungsvisite“ angesagt. Ein hoher Verbrauch und damit verbundene Nachzahlungen machen ein Umdenken oft nötig. Jetzt ist die richtige Zeit für einen „Frühjahrsputz im Heizungskeller“. Und zu dieser gleichnamigen Veranstaltung hatten die Stadt Burgdorf, die Klimaschutzagentur Region Hannover und die Stadtwerke Burgdorf ins Rathaus eingeladen.
Neu-Burgdorfer und Klimaschutzmanager der Stadt Burgdorf David Rischbieter, erst seit Anfang des Jahres in diesem Amt, war mindestens so gespannt auf den Infoabend wie die etwa 25 Interessierten im Ratssaal. Projektleiter bei der Klimaschutzagentur Region Hannover Christoph Felten eröffnete den Abend mit den Wünschen, „dass wir schlauer nach Hause gehen, als wir gekommen sind.“
Das dürfte gelungen sein. Denn Ingenieur Rainer Tepe aus der Wedemark erklärte sehr ausführlich, welche Möglichkeiten es gibt, den Energieverbrauch zu optimieren. Dabei verwies er auf die derzeitige Heizungsvisite im Rahmen der „Kampagne zur energetischen Gebäudemodernisierung“, bei der ein Energieberater nach Hause kommt und vor Ort berät und informiert.
Die Endverbraucher seien oft verunsichert. Sie bräuchten Verlässlichkeit – ob in politischen Aussagen über Ressourcen und Vorhaben als auch von kompetenten und vertrauenswürdigen Fachleuten. Die Frage, ob man bei seiner „alten“ Heizmethode bleibe oder umsteige, sei nicht leicht zu entscheiden.
Derzeit nutzen Eigentümer hauptsächlich Gas, Ölheizungen rangieren dahinter und nur wenige greifen auf Strom, Kohle oder Fernwärme zurück. Doch in den letzten Jahren sind gerade im Neubau starke Veränderungen sichtbar und die beiden Spitzenreiter verlieren an Nutzern, Wärmepumpen sind im Kommen. Auch das Heizen mit Holz, mit so genannten Pellets, sei eine interessante Alternative.
Doch für welche Methode man sich entscheide, müsse ganz individuell geklärt werden. „Mit einer effizienten Öl- (Gas) Brennwertheizung in Kombination mit Solarkollektoren liegen Familien sicherlich nicht falsch“, so Tepe.
Hat man sich von den „Stromfressern“ getrennt, sind Einsparungen bis zu etwa 120 Euro jährlich möglich. „Es rechnet sich schnell. Bestimmte Förderprogramme wie von der BAFTA sind ebenso empfehlenswert“, so Tepe.