Elvira geisterte durch den Theatersaal des Johnny B.

Charles Condomine (Sven Müller) in den Fängen von Geist Elvira (Christine Garms), seiner verstorbene Ex-Frau. (Foto: Dana Noll)

Ein volles Haus bei dem Lustspiel „Komödie für Geister“

BURGDORF (dno). Gemäß dem Motto „Die Geister, die ich rief, werd` ich nun nicht wieder los“, kämpfte Hauptdarsteller Charles Condomine alias Sven Müller ganze drei Stunden mit seiner bereits verstorbenen Exfrau Elvira. Und zu allem Übel gesellte sich auch noch der Geist seiner zweiten Frau Ruth dazu. Anstrengend für den selbstverliebten Schriftsteller – amüsant für das Burgdorfer Publikum.
Zum Ende der Spielzeit 2015 präsentierte das VVV-Theater eine amüsante Komödie von Noël Cowards, die er im Jahr 1941 schrieb. Dieses „geistreiche“ Theaterstück faszinierte mit haarsträubenden Verwechslungen, unvorhersehbaren Wendungen und zündenden Pointen.
Nachdem die Premiere gut besucht war, gab es von Aufführung zu Aufführung noch eine Steigerung – mehr als 120 Zuschauer/innen besuchten durchschnittlich das Theaterstück. Es spricht sich eben herum, dass das VVV-Theater Burgdorf immer für gute Unterhaltung sorgt und zu einem gelungenen Abend beiträgt. Und das schon seit vielen Jahren – denn im April 2016 wird schon das 20-jährige Jubiläum gefeiert! „Wir sind immer auf der Suche nach Interessierten, die Lust haben, bei uns mit zu wirken, nicht nur als Darsteller. Toll wäre männliche Unterstützung, so zwischen 30 und 40 Jahre, die Spaß auf der Bühne haben“, so Regisseur Oliver Kornrumpf.
Unter seiner Spielleitung und der Co-Regie von Birgit Hübert liefen die Darsteller wieder zur Höchstform auf. Allen voran der „gute Geist Elvira“, dargestellt von Christine Garms, die in letzter Zeit auch viel als Regisseurin agierte. Sie wirbelte über die Bühne und sorgte damit für aberwitzige Verwicklungen im neuen Eheleben ihres Gatten. Und während dieser so langsam Nerven und Verstand verlor, verschied auch noch seine zweite Ehefrau, die ihm als Geist das Leben auch noch erschwerte. Gut, das Madame Arcati, herrlich gespielt von Carmela Cantore, als selbsternanntes Medium zur Stelle war, um den geläuterten Ehemann aus der „Geisterfalle“ zu befreien. Nach zahlreichen Seancen, Verwicklungen und Liedern von Doris Day waren die Damen dann endlich verschwunden – natürlich mit einem großen Knall! Denn zum Schluss fielen Vasen vom Kaminsims, Gardinen vom Fenster und der Tisch vibrierte – Charles Condomine konnte nur noch die Flucht ergreifen.
Zurück auf der Bühne wurde er mit viel Applaus gefeiert, genau so wie die anderen Darsteller, Anias Ruff und Simone Grickscheit als Ehepaar Bradman und Haushälterin Edith gespielt von Erika Becker.