„Einen Beitrag für das Gemeinwohl leisten“

Stadtmarketing-Vorsitzender Dr. Karl-Heinz Vehling begrüßt die Gäste der Jubiläumsveranstaltung. (Foto: SMB)
 
Dr. Karl-Heinz Vehling (rechts) überreicht Thomas Pötsch ein Präsent für seine erfolgreiche Vorstandsarbeit. (Foto: SMB)

SMB entstand am 12. Januar 2004 / Festakt in Ehlershausen

BURGDORF/EHLERSHAUSEN (r/jk). „Über 10 Jahre ist etwas gewachsen, was sich in Burgdorf aus dem Stadtleben nicht mehr wegdenken lässt“, hob Dr. Karl-Heinz Vehling, Vorsitzender von Stadtmarketing Burgdorf (SMB), im Rahmen seiner Eröffnungsrede zur Feier des zehnjährigen Vereinsbestehens in Ehlershausen hervor. Schauplatz des Geschehens war das Gasthaus Bähre, in dem sich Gründungs- und Vorstandsmitglieder zu einem Festakt in kleinem Rahmen trafen. „Mit dem Stadtmarketing-Verein ist eine Institution entstanden, deren Erfolgsbasis auf der breiten Unterstützung von heute über 400 Mitgliedern beruht, unter denen sich Geschäftsleute, Organisationen und Vereine zu einem impulsgebenden Netzwerk vereinigt haben“, führte Dr. Vehling weiter aus.
Das bei der Gründung am 12. Januar 2004 angestrebte Leitbild, Burgdorf in eine Stadt mit Flair und Aufenthaltsqualität zu verwandeln und die Innenstadt als wirtschaftliches Zentrum für die Stadt und das Umland zu stärken, habe in den letzten zehn Jahren erfolgreich in die Wirklichkeit umgesetzt werden können, unterstrich Vehling. Zu verdanken sei dies der gemeinsamen Willensbildung aller beteiligten Mitglieder, ideenreichen und umsetzungsfähigen Konzepten sowie dem konsequent betriebenen Interessenausgleich zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Am Ende seiner Rede sprach Karl-Heinz Vehling dem am 31. Dezember letzten Jahres aus dem Vorstand ausgeschiedenen Thomas Pötsch seinen Dank und Respekt für die langjährige und von großem Engagement getragene Zusammenarbeit aus.
Vehling übergab das Rednerpult an Peter W. Plagens, Ehrenvorsitzender des Stadtmarketing-Vereins, der die letzten zehn Jahre noch einmal Revue passieren ließ. Als Initiator des Gründungsprozess schilderte Plagens anschaulich, welche Widrigkeiten und von Skeptikern aufgestellte Hürden damals zu überwinden waren. Nach seiner Vorstellung sollte das Stadtmarketing eine gemeinsame Interessenvertretung von Wirtschaft und Gesellschaft sein und sich aktiv in die Stadtpolitik einbringen. „Bis der Verein am 12. Januar 2004 ins Leben gerufen wurde, hat es mehrere Jahre Überzeugungsarbeit gebraucht, bis alle Widerstände überwunden waren“, sagte Plagens. Danach sei eine beachtliche Entwicklung eingetreten, in der sich die Mitgliederzahl von anfangs 33 bis heute mehr als verzehnfacht und immer neue Projekte des Stadtmarketing-Vereins wie die Themenjahre und die Lichtwochen zum positiven Image der Stadt beigetragen haben. Vor dem Hintergrund des aktuellen, dem Ehrenamt gewidmeten Themenjahres sinnierte der Ehrenvorsitzende: „Alle Verantwortlichen im Stadtmarketing verfolgen ein gemeinsames Ziel und leisten einen Beitrag für das Gemeinwesen, ohne eine konkrete Gegenleistung dafür zu erhalten“.
Nach dem offiziellen Programmteil sorgte der Hamburger Kabarettist Lutz von Rosenberg Lipinsky für amüsante Unterhaltungsmomente. Zielscheibe seines Spottes war der schon oft beklagte mangelnde Humor der Deutschen und deren weit verbreitete Neigung zum Lamentieren und Nörgeln ohne jeden Grund. Dabei wusste der Kabarettist diesem Thema einige neue Seiten abzugewinnen und hatte die Lacher auf seiner Seite. Mit schelmischen Sticheleien nahm von Rosenberg Lipinsky auch den provinziellen Charakter einiger namentlich genannter Kleinstädte aufs Korn. Ebenso schoss er humorvolle Attacken auf die mangelnde Fortpflanzungsbereitschaft der Deutschen und auf die von der neuen Verteidigungsministerin angeregte familienfreundliche Bundeswehr ab.