„Eine Seelengeschichte des deutschen Bürgertums“

Spielzeit im Theater am Berliner Ring geht am 18. Dezember weiter

BURGDORF (r/jk). Abonnenten und regelmäßige Besucher des Theaters am Berliner Ring wissen den abwechslungsreichen Spielplan zu schätzen, der die acht Gastspiele einer Saison mit dem Theater für Niedersachsen und der Komödie am Altstadtmarkt aus Braunschweig auszeichnet. Von der klassischen Tragödie über das Musical bis zu heiteren Komödien und Schauspielen aus der Gegenwart ist alles dabei. Wer bisher noch nicht das besondere Flair eines Theaterabends am Berliner Ring erlebt hat, kann dies in der laufenden Spielzeit nachholen. Ab Dezember sind sechs weitere Gastspiele jeweils freitags um 20.00 Uhr (mit einer kostenlosen Einführung um 19.30 Uhr) zu sehen. Eintrittskarten gibt es bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, und im Internet unter www.vvvburgdorf.de. VVV-Mitglieder und Jugendliche erhalten Ermäßigungen.
Das am 18. Dezember gezeigte Schauspiel „Buddenbrooks“ beruht auf dem Erstlingsroman von Thomas Mann, für den er 1929 den Literatur-Nobelpreis erhielt. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des unaufhaltsamen Zerfalls einer angesehenen Lübecker Kaufmannsfamilie. Der Schriftsteller bezeichnete sein Werk als eine „Seelengeschichte des deutschen Bürgertums“. William Shakespeares Tragödie „Romeo und Julia“ widmet sich am 26. Februar 2016 dem Schicksal des wohl berühmtesten Liebespaares der Literaturgeschichte. Beide gehören Familien an, die seit Generationen miteinander verfeindet sind und ihre Liebesbeziehung erbittert bekämpfen.
Am 11. März 2016 gibt es ein weiteres Star-Gastspiel. Diesmal steht die aus der Fernsehserie „Ritas Welt“ bekannte Schauspielerin Franziska Traub im Mittelpunkt der Komödie „Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt“. Dora Heldts gleichnamiger Beststeller fungierte als Grundlage für die Bühnenfassung. Weiteres Ensemblemitglied ist Nicole Belstler-Boettcher. Die Tochter der Schauspielerin Grit Boettcher spielte mehrere Jahre in der bekannten Fernsehserie „Marienhof“ mit. Am 22. April 2016 erleben die Zuschauer das Schauspiel „Fabian – der Gang vor die Hunde“, dem ein Roman von Erich Kästner zugrundeliegt, in dem es zu einer folgenschweren Begegnung im Berliner Nachtleben der 1930er Jahre kommt. „Tot, aber glücklich! – Lucky Stiff“ lautet der Titel des Musicals, das am 13. Mai 2016 zu sehen ist und durch seinen makabren britischen Humor besticht. Dabei geht ein Neffe mit der Leiche seines Onkels im Gepäck auf Reisen und gerät in eine Reihe abenteuerlicher Verwicklungen. Die Spielzeit endet am 10. Juni 2016 mit Georg Büchners Revolutionsdrama „Dantons Tod“, in dem eine tragische Episode aus der Französischen Revolution den Kern der dramatischen Verwicklungen bildet.