Eine Ausstellung zum Jubiläum

Mitglieder, Freunde und Förderer gratulieren dem VVV vor dem Rathaus II zum 90-jährigen Bestehen. Am 14. April eröffnet im Stadtmuseum eine Ausstellung, die spannende Einblicke in die Geschichte und das Innenleben des Vereins gibt. (Foto: Joachim Lührs)

Jürgen Mollenhauer gibt einen Überblick über das Jahresprogramm von Stadtmuseum und KulturWertkStadt / Im April eröffnet eine Schau zum 90-jährigen Bestehen des VVV

BURGDORF (r). Einblicke in die 90-jährige Geschichte des VVV, die Geschichte des Faltrads und ein spannender literarischer und filmhistorischer Streifzug auf den Spuren des berühmten Detektivs Hercule Poirot – das Stadtmuseum und die KulturWerkStadt bieten 2018 wieder vielfältige Ausstellungen an. Im Interview gibt der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Jürgen Mollenhauer einen Überblick über das Jahresprogramm.

Welche Ausstellungen sind in den kommenden Monaten im Stadtmuseum zu sehen?

Vom 27. Januar bis zum 2. April zeigen wir die Ausstellung zum Themenjahr „Burgdorf – klingt gut!“, die wir gemeinsam mit Stadtmarketing Burgdorf organisieren. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf die vielfältigen Aktivitäten der Burgdorfer Musikgruppen und gibt einen Einblick in ihre größtenteils langjährige Geschichte. Es gibt ein überaus umfangreiches Beiprogramm mit Konzerten an den Wochenenden, die kostenfrei zugänglich sind.
Im Anschluss läuft dann vom 14. April bis 27. Mai die Ausstellung „90 Jahre VVV – 90 Jahre für Burgdorf“. Die Museumsbesucher erhalten dabei viele neue Einsichten in das Innen- und Außenleben des Vereins.

In der KulturWerkStadt in der Poststraße 2 gibt es sicher ähnlich interessante Ausstellungen?

Nach „Leidenschaft – das geht nie vorbei“ folgt der siebte Beitrag der Ausstellungsreihe „Burgdorfer Köpfe“. Die neue Schau, die vom 17. Februar bis 8. April zu sehen ist, richtet den Blick unter anderem auf die 2002 verstorbene Dr. Heidi-Adele Albrecht, den ehemaligen Pfarrer der katholischen St. Nikolaus-Gemeinde Bernward Breitenbach, der von 1961 bis 1987 Pfarrer in Burgdorf wirkte, und auf den 1849 in Burgdorf geborenen Maler Heinrich Breling. Vom 21. April bis 10. Juni erleben die Besucher eine weitere Ausstellung der Radfahrgalerie Burgdorf, die den Titel trägt „Das Faltrad: vom Klapprad zum Origami auf Rädern“.

Damit haben wir den Frühsommer erreicht. Mit welchen Ausstellungen sprechen Sie die Besucher in der zweiten Jahreshälfte an?

Vom 2. Juni bis 24. Juni stellen sich die örtlichen Selbsthilfeorganisationen im Rahmen der Schau „Selbsthilfe zeigt Gesicht“ im Stadtmuseum vor. Welche geschichtlichen Spuren Burgdorf auf Schwarz-weiß-Fotografien eines 100 Jahre umfassenden Zeitraumes hinterließ, verrät eine Ausstellung, die vom 14. Juli bis 26. August im Museumsuntergeschoss zu sehen ist. Im Obergeschoss präsentiert Horst Hübner parallel eine neue Schau der Burgdorfer Zinnfigurensammlung. Um den wohl berühmtesten Detektiv der Literatur- und Filmgeschichte geht es vom 1. September bis 28. Oktober. Wenn wir Hercule Poirot mal außer Acht lassen, dürfte unschwer zu erraten sein, dass es sich um den von Arthur Conan Doyle erschaffenen Sherlock Holmes handelt. Gleichzeitig werfen wir im Untergeschoss interessante Schlaglichter auf die „Geschichte der Schönheit“.
Am 3. und 4. November gibt es die 18. Auflage von „Kunst & Handwerk“ im Stadtmuseum, bei der sich die Besucher von der Vielfalt kunsthandwerklichen Schaffens überzeugen können. Nach dem großen Erfolg vor einigen Wochen laden wir am 17. und 18. November nächsten Jahres zu einer Neuauflage der zweitägigen Sonderausstellung „MURMILAND“ ein. Sie ist die deutschlandweit einzigartige mobile Murmelbahn-Mitspielausstellung für alle Altersklassen. Mit der Schau „Glück auf, der Steiger kommt – Bergleute und Ölarbeiter aus Burgdorf und Umgebung“ schließen wir ab dem 8. Dezember das Ausstellungsjahr im Stadtmuseum ab.

Das hört sich alles sehr vielversprechend an. Wie sieht das weitere Programm in der KulturWerkStadt aus?

„Die Letzten ihrer Art“ heißt die Schau, die vom 30. Juni bis 19. August läuft und aussterbende Handwerkskünste und Vereine vorstellt, die sich selten gewordenen Hobbys widmen. „Lego im Wandel der Zeit“ zeigt vom 25. August bis 7. Oktober auf, wie sich die legendären Spielsteine in fast sechs Jahrzehnten entwickelt haben.
Am 13. Oktober beginnt die interaktive Ausstellung „KunstWerkStatt“, die das Team von JohnnyB. organisiert. Bis zum 4. November gibt es an jedem Wochenende für Kinder, Jugendliche und Erwachsene verschiedene Workshops. Dass Modelldampfmaschinen für ihre Sammler mehr als nur ein herkömmliches Spielzeug darstellen, zeigt eine Ausstellung, mit der ab dem 17. November das Jahresausstellungsprogramm in unserem zweiten Museum zu Ende geht.