Ein verhängnisvolles Spiel um Macht, Liebe und Verrat

„Dantons Tod“ wird am 10. Juni in Burgdorf im Theater am Berliner Ring gespielt. (Foto: Theater für Niedersachsen)

„Dantons Tod“ am 10. Juni im Theater am Berliner Ring

BURGDORF (r/jk). Zum Ausklang der aktuellen Spielzeit präsentieren der VVV und die Stadt Burgdorf am Freitag, 10. Juni, ein neues Gastspiel des Theaters für Niedersachsen im Theater am Berliner Ring. Auf dem Spielplan steht das Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner. Vorstellungsbeginn ist um 20.00 Uhr. Eine kostenlose Einführung gibt es um 19.30 Uhr.
Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Der König ist gestürzt und das absolutistische System vernichtet. Fünf Jahre sind vergangen seit dem Sturm auf die Bastille, der den Beginn der Französischen Revolution markiert. Jetzt richtet sich die Gewalt auch gegen die eigenen Mitstreiter, allen voran Georges Danton. Der führende Kopf der Jakobiner, vormaliger Justizminister und Gründer des Wohlfahrtsausschusses, steht nun vor dem Tribunal, das er ein Jahr zuvor selbst geleitet hatte. Sein einstiger Freund Maximilien Robespierre, der sich zu seiner Schreckensherrschaft zur Herstellung von Recht, Ordnung und Tugend bekennt, ist nun zu seinem schärfsten Gegner geworden. Bei dem über Leben und Tod entscheidenden Tribunal kommt es zu einem der scharfzüngigsten Rededuelle der Weltliteratur.
In seinem 1835 entstandenen Drama erzählt der erst 21-jährige Dramatiker Georg Büchner vom Scheitern einer humanistischen ldee, ohne die ldee selbst zu verleugnen. Die einstigen Lenker der Geschichte sind nicht mehr Herr ihrer Entscheidungen, denn die Eigendynamik der Ereignisse ist so groß, dass das Individuum nur wehrlos zusehen kann. Mit Danton, dem revolutionsmüden Zweifler, und dem menschlich blind und taub gewordenen Robespierre hat Büchner charakterstarke Figuren geschaffen, mit denen er abstrakte politische Vorgänge hochemotional erfahrbar macht.
Die Hauptrollen übernehmen Dennis Habermehl, Thomas Strecker, Dieter Wahlbuhl, Moritz Nikolaus Koch, Marek Egert, Michaela Allendorf, Katharina Wilberg, Julia Gebhardt, Joëlle Rose Benhamou, Gotthard Hauschild und Simone Mende. Für die Inszenierung ist Wolfgang Hofmann verantwortlich.
Theaterkarten sind bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136 – 1862, erhältlich. Für VVV-Mitglieder gibt es Ermäßigungen.