Ein stürmisches Einsatzjahr für die Ortswehr Heessel

Zu den von Heinrich Schlumbohm (Mi.) ernannten Heesseler Kameraden/innen gehörte auch „Zivilist“ Henning Plass (l.). Karsten Lübbe (r.) und Reinhard Nicks (verdeckt) gratulierten. (Foto: Georg Bosse)
 
Der stellvertretende Regionsbrandmeister und Abschnittsleiter IV, Detlef Hilgert (l.), überreicht Heessels Vize-Ortsbrandmeister Reinhard Nicks die Schulterstücke, die Nicks als Brandmeister kennzeichnen. (Foto: Georg Bosse)

10.167 Dienst- und Einsatzstunden trotz unspektakulärer Ereignisse

HEESSEL (gb). Das neue Jahr war noch keine 48 Stunden alt, als Heessels Ortsbrandmeister Karsten Lübbe am vergangenen Samstag die Jahreshauptversammlung 2016 der Freiwilligen Feuerwehr eröffnete.
Im gut gefüllten Feuerwehrhaus begrüßte Lübbe unter anderen Bürgermeister Alfred Baxmann, den Ehrenstadtbrandmeister und stellvertretenden Feuerwehrausschussvorsitzenden Alfred Brönnemann (Weferlingsen), Stadtbrandmeister Heinrich Schlumbohm (Ramlingen/Ehlershausen), HSV-Vorsitzenden Rüdiger Zach sowie den stellvertretenden Regionsbrandmeister und Abschnittsleiter IV, Detlef Hilgert (Sehnde).
Feuerwehrleute aus der Region hätten bei dem Empfang und der Verteilung von Flüchtlingen auf ganz Norddeutschland am „Drehkreuz Lehrte“ dem Land Niedersachsen mit rund 180 Kräften fleißig Amtshilfe geleistet, so Detlef Hilgert.
„Die vom Land für 2016 angekündigte neue Feuerwehrverwaltungssoftware, die die Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehren und mit den kommunalen Verwaltung sowie die zunehmenden Dokumentationspflichten erleichtern soll, macht auch unter Datenschutzgesichtspunkten einen positiven Eindruck“, sagte der Abschnittsleiter, für den am Donnerstag, 18. Februar, im Burgdorfer Feuerwehrhaus ein(e) Stellvertreter/in gewählt werden soll. Und bevor Hilgert noch anderen Verpflichtungen nachkommen musste, ernannte er Heessels stellvertretenden Ortsbrandmeister Reinhard Nicks noch zum Brandmeister.
Dieser hatte zuvor einen ausführlichen Bericht zum Einsatzgeschehen in 2015 abgeliefert. „2015 war fordernd und stürmisch. Von den insgesamt 50 „Technischen Hilfeleistungen“ waren weit über 30 den Unwetterereignissen und ihren daraus folgenden Behinderungen und Schäden geschuldet. Dank des Fachwissens und der Lebenserfahrungen der aktiven Kameraden/innen wurden diese Aufgaben tadellos abgearbeitet.“
Die Tatsache, dass die Ortswehr 63 (+37) Einsätze mit alles in allem 10.167 ehrenamtlichen Stunden, jedoch „ohne spektakuläre Ereignisse“, zu leisten hatte, veranlasste Karsten Lübbe zu der Feststellung, dass die „Grenze der ehrenamtlichen Belastbarkeit“ erreicht sei. „Eine große Hilfe bei Brandeinsätzen ist die neue Wärmebildkamera, die uns vom Förderverein zur Verfügung gestellt wurde“, bedankte sich Lübbe bei dessen Vorsitzenden Björn Sund.
„Die Burgdorfer Feuerwehren haben in Politik und Verwaltung viele Fürsprecher. Denn ohne ihr gewichtiges ehrenamtliches Engagement könnte die Kommune ihren Pflichtaufgaben nicht so nachkommen. Deshalb darf das Land Niedersachsen die Feuerwehren beim Thema „Lehrgänge“ auch nicht im Regen stehen lassen“, betonte Baxmann. Im Gegensatz zur Ehrenamtlichkeit und Professionalität der Kameraden/innen, sei bei den Ausstattungen aber „noch Luft nach oben“.
Stadtbrandmeister Schlumbohm berichtete, dass die Burgdorfer Wehren mit Nils Schrader einen neuen Stadtjugendwart haben, das Budget nicht gekürzt und die Stadt für neue Rechner 9.000 Euro bereitgestellt habe. Dann nahm er die Ehrungen und Ernennungen vor: Felix Rogge (zum Feuerwehrmann), Tobias Sturm, Constantin Lübbe und Lennart Großart (zu Oberfeuerwehrmännern), Sabina Marx (zur Hauptfeuerwehrfrau), Björn Sund und Henning Plass (zu 1. Hauptfeuerwehrmännern) und Jens Taupadel (zum Löschmeister).
Aus gesundheitlichen und privaten Gründen konnte Günter Gawronski nicht anwesend sein, dessen 50-jährige Verbundenheit mit der Freiwilligen Ortswehr Heessel gewürdigt wurde.