Ein Spötter und Freigeist als Wellenbummler

Was den Humor betrifft, sei er durch Hermann Hoffmann sozialisiert worden, so Alfred Baxmann (r.) zu den Eröffnungsgäste und Renate Hoffmann (l.). (Foto: Georg Bosse)

Die Qualität des Lebenswerks von Hermann Hoffmann ist unvergessen

BURGDORF (gb). Am 8. April jährte sich der 20. Todestag von Hermann Hoffmann (1928-1997). Der Intendant des „Sender Zitrone“ und „Dachkammer“-Chef gilt als „Urvater der deutschen Radio-Comedy“. Ihm ist die Stadtmuseumsausstellung „Hermann Hoffmann: Achtung Aufnahme! - Aus dem Leben eines Wellenbummlers“ gewidmet, die am vergangenen Samstag von Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann eröffnet wurde und die für Fans und Besucher noch bis Pfingstmontag, 5. Juni, jeweils samstags und sonntags von 14.00 bis 17.00 Uhr, im Obergeschoss des Museums zugänglich ist.
Ab 1955 betrieb Hoffmann in der Celler „Königin-Bar“ („Queen“) seinen beliebten Schwarzrundfunk „Sender Zitrone“. Nach dem Umzug nach Burgdorf (1967) richtete er sich in der Südstadt sein Tonstudio ein, in dem unter anderem die „Dachkammer-Musik“ aufgenommen wurde.
Ein Jahr vor der Gründung des Freundeskreises Hermann Hoffmann „Sender Zitrone e.V.“ (2008), gab es bereits die Ausstellung „Du traust dir ja was – Vom Wellenbummler aus der Dachkammer“ (2007), die über sein Leben und Schaffen umfangreich informierte.
„Humor ist akribische Schwerstarbeit. So wurde Hermann Hoffmann zum Gründer des Formats „Radio-Comedy“. Die Qualität seines Lebenswerks bleibt unvergessen und wird vom Freundeskreis engagiert und professionell in die Zukunft fortgeschrieben. Und was den Humor betrifft, sind wie Ältere von diesem Spötter und Freigeist sozialisiert worden“, sagte Alfred Baxmann in einer sehr persönlichen Ansprache.
Bevor sich die Gäste näher mit den radiohistorischen Exponaten beschäftigen und die berühmten „Hoffmannstropfen“ kosten konnten, bedankte sich Hermann Hoffmanns Witwe Renate bei den Ausstellungsmachern: „Ich bedauere sehr, dass Hermann diese Würdigung nicht selbst erleben kann.“