Ein Sieg gegen HSG Wetzlar sichert den 6. Tabellenplatz

Nur schnelles dynamisches Spiel eröffnet im Spiel gegen HSG Wetzlar auch Lücken und Torchancen für Torge Johannsen. (Foto: Holger Staab)

Ein Bericht von Holger Staab - In Heimspielen will die TSV Hannover-Burgdorf keinen Punkt abgeben

BURGDORF (hs). Besonders in den Heimspielen wollen die Recken der TSV Hannover-Burgdorf mit Erfolgen beeindrucken. Das können sie am kommenden Sonntag, 24. März, ab 17.30 Uhr wieder zeigen, wenn der Gegner HSG Wetzlar heißt. Die TSV ist immer noch in Reichweite der Europapokalplätze und das wollen sie auch bis zum Saisonende sein, denn nach den guten Leistungen besonders im Dezember vergangenen Jahres, aber auch in den zurückliegenden Wochen, ist ein Europapokalplatz durchaus realisierbar.
Wenn eine der Mannschaften vor ihnen noch eine Schwächephase hat, wollen die TSVer bereit stehen, um deren Platz einzunehmen. Dies wären eine große Überraschung und der Lohn für tolle Vorstellungen in der bisherigen Saison 2012/2013. Allerdings stehen noch zehn Begegnungen auf dem Saisonplan und so will Trainer Christopher Nordmeyer nur von Spiel zu Spiel denken und sich jetzt noch keine Gedanken über eine Platzierung machen.
Am Sonntag soll die AWD-Hall wieder kochen und die hannoverschen Zuschauer etwas geboten bekommen. Die Recken sind bereit für einen weiteren Erfolg, obwohl der ihnen sicherlich nicht leicht gemacht werden wird. Die Gäste aus Wetzlar gehörten lange zu den Überraschungsteams der Liga, ehe eine Niederlagenserie die Mittelhessen zurückwarf. Dennoch ist der gute Mittelfeldplatz mit 24:24-Punkten ein Zeichen dafür, dass die HSG sich prima entwickelt hat. Das Ziel vor der Saison war, endlich mal nicht in den Abstiegskampf gezogen zu werden und in Ruhe an weiteren Zielen arbeiten zu können. Das hat die Mannschaft um ihren engagierten Trainer Kai Wandschneider beeindruckend umgesetzt und gehörte nach 14 Spieltagen als Dritter der Tabelle sogar zum Kreis der Topmannschaften in der DKB Handball-Bundesliga.
Die Einkaufspolitik der Wetzlarer scheint sich also auszuzahlen, auch wenn die Burgdorfer Gäste mittlerweile auf den 10. Platz zurückgefallen sind. Rechtsaußen Tobias Reichmann, Kreisläufer Jens Tiedtke, Spielmacher Fannar Thor Fridgeirsson und Rückraumspieler Michael Müller haben jedenfalls viel Stabilität gebracht und den Angriff verstärkt. Der erste einstellige Tabellenplatz nach dem Aufstieg in die 1.Liga 1998 scheint ein realistisches Ziel zu sein.
Die Stimmung bei der HSG ist hervorragend, Wandschneider ist ein exzellenter Coach und mit dem Gespann Nikola Marinovic und Nikolai Weber stehen Klassekeeper zwischen den Pfosten. Der Wechsel von Torwart Weber zur TSV Hannover-Burgdorf zum Ende der Spielzeit könnte am Sonnabend ein brisanter Faktor werden. Aber Weber wird sich gegen seinen neuen Verein mächtig ins Zeug legen, um zu beweisen, dass er der Richtige ist, den Benjamin Chatton und Christopher Nordmeyer als Nachfolger für Nenad Puljezevic ausgewählt haben.
Im Hinspiel konnten sich die Recken nach einem 12:14-Rückstand zur Pause noch klar mit 31:27-Toren durchsetzen. Das war keine Selbstverständlichkeit, denn zu diesem Zeitpunkt Mitte Oktober 2012 hatte die HSG Wetzlar eine Erfolgsserie im Rücken, die durch die TSV durchbrochen wurde. Durch zwölf Treffer von Morten Olsen und jeweils fünf Tore durch Mait Patrail und Torge Johannsen konnte sich die TSV, aufgrund des guten 2.Spielabschnittes, verdient durchsetzen. Bei den Hannoveranern blitzten die Qualitäten besonders in der Abwehr auf und der Auswärtssieg brachte viel Selbstvertrauen ins Nordmeyer-Team.
Die TSV erwartet aber keine leichte Aufgabe, denn die Wetzlarer wollen sich für die Hinspielniederlage revanchieren. Besonders die erfolgreichen Nationalspieler Steffen Fäth (im Hinspiel 7 Tore) im Rückraum und Kevin Schmidt (6) auf Linksaußen sollten eng bewacht werden. Zudem steht neben Fridgeirsson auch noch Adnan Harmandic als Spielmacher bereit und auch Daniel Valo und Alois Mraz sind nicht zu unterschätzen. Es wird eine Begegnung in der die TSV sich die Punkte erkämpfen muss und hofft, dass die Zuschauer sie zum Sieg puschen.
Zwischen den Fanlager der TSV und HSG Wetzlar besteht seit Jahren eine Fanfreundschaft, die zunehmend vertieft wurde und bei der sich beide Lager unterstützen. Auch dieses freundschaftliche Duell könnte interessant werden, sodass die Stimmung in der Recken-Festung AWD-Hall sicher gut sein wird. Der Besuch lohnt sich und die Unterstützung der TSV allemal, denn immerhin winkt weiterhin die Sicherung des guten Tabellenplatzes und das ist im Hinblick auf die nächsten, kurz hintereinander folgenden Aufgaben bei den Rhein-Neckar Löwen (27. März) und gegen den TBV Lemgo (30. März) ein wichtiges Ziel.