Ein Musikfest für Martin Luther

„Capella de la Torre“ und „Canticum Novum“ feierten in der Burgdorfer St. Pankratiuskirche ein musikalisches Fest für Martin Luther. (Foto: Georg Bosse)

„Capella de la Torre“ und „Canticum Novum“ in der St. Pankratiuskirche

BURGDORF (gb). Mit einem gemeinsamen Konzert in der St. Pankratiuskirche haben das Ensemble „Capella de la Torre“ (ECHO-Klassik-Preisträger 2016) sowie der Burgdorfer Kammerchor „Canticum Novum“ dem 500-jährigen Reformationsjubiläum einen klangvollen Auftakt in der Auestadt verliehen.
„Wir wollen heute gemeinsam ein musikalisches Fest feiern, wie es Martin Luther gerne gesehen hätte. Denn nach dem Gottesdienst maß er Musik und Tanz für das Seelenheil der Menschen große Bedeutung bei“, so Ensemble-Mitbegründer und Moderator Ulf Pankoke. Und Kirchenkreiskantor Martin Burzeya setzte hinzu, dass man sehr froh sei, mit „Canticum Novum“ dabei sein zu können. „Capella de la Torre“ ist ein Spezialisten-Ensemble für Musik aus dem 15. und 16. Jahrhundert (Renaissance).
Der Reformator selbst besaß eine ordentliche Tenorstimme, war ein geübter Lautenspieler und ein Liederkomponist. Unter den Musikkünstlern seiner Zeit schätzte Luther unter anderen besonders den franko-flämischen Sänger und Komponisten Joaquin Desprez († 1521) sowie den Komponisten und Kantor Johann Walter (1496-1570), deren Werke „In Te Domine Speravi“ bzw. „Eine feste Burg ist unser Gott“ zu hören waren. Alles in allem waren die „erquicklichen 90 Minuten“, so Pankoke, „Ein Fest für Martin Luther“.