Ein herrlicher Genuss für Ohren und Magen

Assen Boyadjiev am Cembalo und Eckart Altenmüller (v.l.) an der Querflöte waren mit ihren Darbietungen ein Genuss für die Ohren. (Foto: Georg Bosse)

Kulinarische und musikalische Harmonie in St. Pankratius

BURGDORF (gb). Wer an Kultur mit klassischer Musik interessiert ist, dem sind Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Franz List (1811-1886) sicherlich nicht fremd. Aber mal Hand aufs Herz – wer hat schon einmal etwas von dem italienischen Forschungsreisenden und Komponisten Pietro (della) Valle (1586-1652), vom spanischen Organisten und Barockpianisten Juan Cabanilles (1644-1712) oder vom dem außergewöhnlich begabten französischen Komponisten und Organisten Léon Boëllmann (1862-1897) gehört?
Eine gute Gelegenheit dazu gab es am vergangenen Freitagabend anlässlich der Kulinarischen Orgelnacht in der Burgdorfer St. Pankratiuskirche. „Wir machen Musik, auf die wir Lust haben, wobei Johann Sebastian Bach im Mittelpunkt steht“, erklärte Kirchenkreiskantorin Tina Röber-Burzeya den Gästen, die zahlreich erschienen waren, um sich mit musikalischen und kulinarischen Leckerbissen verwöhnen zu lassen.
Für den Genuss für die Ohren hatte sich das Kirchenkreiskantoren-Ehepaar, Martin Burzeya und Tina Röber-Burzeya, den Cembalisten Assen Boyadjiev (Hannover) sowie den Flötisten Eckart Altenmüller (Ehlershausen) nach Burgdorf geholt. Die Besucher wurden von diesem teils barockmusikalischen Angebot ebenso wenig enttäuscht, wie vom Genuss für den Magen, um den sich das Pankratius-Team um Diakonin Caroline Singer gekümmert hatte.
Mit Jens Rheinhardt, Michael Schulze und Martin Burzeya als „Pankratius Harmonists“ sowie mit dem gemeinsam gesungenen Abschlusslied „Der Mond ist aufgegangen“ (v. Johann Abraham Peter Schulz, 1747-1800) endete diese musikalisch-kulinarische Entdeckungsreise.