Ein furioser Saisonstart mit dem Musical-Klassiker „Hair“ im Theater am Berliner Ring

Das Geheimnis der Irma Vep wird am 25. April 2014 gespielt. (Foto: TfN)

Neues computergestütztes Buchungssystem erlaubt Einzelkartenverkauf für die gesamte Saison

BURGDORF (r/jk). Mit dem Musical-Klassiker „Hair“ erlebten die Zuschauer am 8. November einen furiosen Saisonauftakt im ausverkauften Theater am Berliner Ring. Bis zum 4. Juli 2014 sind jeweils freitags um 20.00 Uhr abwechslungsreiche Gastspiele des Theaters für Niedersachsen (TfN) zu sehen, die der VVV und die Stadt Burgdorf präsentieren. Erfrischend vielfältig gestaltet sich wieder der Spielplan, der klassisches Theater, modernes Schauspiel, schaurig-heitere Momente in einer Gruselparodie, eine temporeiche Komödie mit Starbesetzung und ein neues Musical mit Kultpotenzial umfasst.
Erstmalig erfolgt der Kartenvorverkauf über ein computergestütztes Buchungssystem, mit dem seit dem 11. November bereits die Einzelkarten für die ganze Saison erhältlich sind. Vorverkaufsstelle ist Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136/1862. VVV-Mitglieder und Jugendliche erhalten Ermäßigungen. Wie gewohnt gibt es an den Aufführungstagen eine kostenlose Einführung in das Bühnengeschehen, die um 19.30 Uhr beginnt.
Nur noch wenige Restkarten gibt es für „Faust - Der Tragödie erster Teil“, die am 13. Dezember auf dem Spielplan steht und zu den bedeutendsten Werken der europäischen Theatergeschichte gehört. Ihr Schöpfer Johann Wolfgang von Goethe hatte bereits als Kind die Legende vom gelehrten Mann, der einen fatalen Pakt mit dem Teufel Mephistopheles eingeht, als Puppenspiel kennen gelernt und blieb sein Leben von dessen tragischem Ende fasziniert. Das Theater für Niedersachsen bringt das Drama um Fausts unbändigen Lebenshunger, dem sein Seelenheil und das von ihm umworbene Mädchen Margarete zum Opfer fällt, in einer kraftvollen Umsetzung auf die Bühne.
Mit dem berührenden Schauspiel „Der gute Tod“ von Wannie de Wijn geht die Spielzeit am 17. Januar 2014 weiter. Im Mittelpunkt der Handlung steht der todkranke Bernhard Keller, der sich entschlossen hat, seinem Leben und damit auch seinem Leiden ein schnelles Ende zu setzen. Nachdem sich ein befreundeter Arzt bereit erklärt, die erlösende Spritze verabreichen, lädt Keller für den Vorabend des festgelegten Todes seine Familie zu einem letzten Zusammentreffen in seinem Haus ein. Erwartungsgemäß sind die Familienangehörigen von seinem Entschluss schockiert und können nur ihn nur schwer akzeptieren. De Wijn gelingt es in seinem Stück, ein heikles Thema wie Sterbehilfe leicht und heiter auf die Bühne zu bringen und dabei gleichzeitig den Zuschauer zum Nachdenken anzuregen, ob er persönlich beim Auftreten einer lebensbedrohlichen Krankheit in ähnlicher Weise handeln würde.
Das niederländische Musical „Rocky over the Rainbow“, das am 21. Februar 2014 zu sehen ist, verwebt die Musicals „The Rocky Horror Show“ und „Der Zauberer von Oz“ zu einem neuem Handlungsgeflecht mit zahlreichen parodistischen Untertönen. Seit dem Jahr 2001 ist das Werk der Überraschungs-Hit in den Niederlanden. Auf seinen Tourneen erreichte es einen Kultstatus, der mit den beiden Originalmusicals konkurrieren kann. Nicht nur die beiden berühmten Musicalgeschichten, sondern auch die Musikstile, vom schwelgenden Broadwayklang bis zum explosiven Rockmusical, werden frech kopiert, gemixt und gecovert. Das Theater für Niedersachsen holt diesen Leckerbissen für alle Freunde kultverdächtiger Musicalunterhaltung erstmals nach Deutschland.
„Urlaub mit Papa“ ist ein Roman-Bestseller der Autorin Dora Heldt. Auf die Bühnenfassung der amüsanten Feriengeschichte, die das Theater am Berliner Ring als Star-Gastspiel mit Jochen Senf und Michaela Schaffrath präsentiert, dürfen sich die Theaterfreunde am 28. März 2014 freuen. Schauplatz des Geschehens ist die beschauliche Insel Norderney, auf der sich die Hauptpersonen zur Renovierung einer geerbten Pension einfinden und dabei in zahlreiche komische Verwicklungen geraten, die für absolute Unterhaltungshöhepunkte beim Zuschauer sorgen.
In der am 25. April 2014 gezeigten Gruselparodie „Das Geheimnis der Irma Vep“ übernehmen die beiden Schauspieler Gotthard Hauschild und Martin Molitor acht verschiedene Charaktere und garantieren mit rasanten Rollenwechseln für Slapstick, Witz und urkomische Dialoge. Das Bühnengeschehen spielt sich auf Schloss Mancacrest ab, in dem Lady Enid gerade als neue Gattin des Schlossherrn Lord Edgar eingezogen ist. Schon bald versetzen zahlreiche merkwürdige Vorgänge die Lady in Angst, die durch das zwielichtige Personal und das seltsame nächtliche Verhalten ihres Gatten noch zusätzliche Nahrung erhält. In seiner temporeichen Schauerpersiflage verbindet Charles Ludlam zahlreiche Motive aus Gruselklassikern wie Hitchcocks „Rebecca“, Polanskis „Tanz der Vampire“ und Stokers „Dracula“.
„Wie im Himmel“ lautet der Titel eines Schauspiels, das auf einem schwedischen Erfolgsfilm von 2004 basiert und am 6. Juni 2014 aufgeführt wird. Ein junger Stardirigent kehrt nach einem Nervenzusammenbruch in sein Heimatdorf in Südschweden zurück. Dort übernimmt er die Leitung des Kirchenchores und spaltet bald mit seinen hohen Anforderungen die Mitglieder in zwei Fraktionen. Während seine anspruchsvollen künstlerischen Ansichten einige der Sänger zu neuen Höchstleistungen anspornen, befürchten andere Chormitglieder, nicht mehr mithalten zu können und ins Abseits zu geraten. Nach und nach gelingt es dem Dirigenten, mit ehrlicher Überzeugungskraft den gesanglichen Ehrgeiz aller Beteiligten zu wecken und sie zu einer engen Gemeinschaft zusammenzuschweißen. Da erhält der Chor eine Einladung zu einem europaweiten Gesangswettbewerb. Wird es den Mitgliedern und ihrem Dirigenten gelingen, dem Erfolgsdruck standzuhalten und sich als Chor mit absolutem Spitzenniveau zu präsentieren ?
Den Saisonabschluss am 4. Juli bestimmt Berthold Brechts und Kurt Weills „Dreigroschenoper“. 1928 in Berlin uraufgeführt, entwickelte sie sich zu einem unglaublichen Welterfolg. Songs wie „Die Moritat von Mackie Messer“, „Die Seeräuber-Jenny“ oder der „Salomon-Song“ sind weltberühmt geworden. Das TfN - Schauspielensemble und die TfN - MusicalCompany sind hier erstmals in einer gemeinsamen Produktion zu erleben und präsentieren einen fesselnden Theaterabend mit großartiger Musik.