Ein Familientreffen lokaler Jatzer und Dixieland-Musiker

„Bay mir bistu sheyn“ raspelte Georg „Schorse“ Werner (re.) mit seinen „Old Jailhouse Kids“ ins Mikrofon. Und das Publikum fand es auch schön. (Foto: Georg Bosse)

550 Euro für den Kinderschutzbund beim 5. JazzJamboree

BURGDORF/LEHRTE (gb). „Uns verbindet mit den Burgdorfer „Old Jailhouse Kids“ eine langjährige Freundschaft. Ich mag die Musik und ich freue mich auf das Konzert mit allen drei Bands“, freute sich die Vorsitzende des Kinderschutzbundes (KSB), Jutta Goldbach. Und ihre Freude war berechtigt. Denn das 5. JazzJamboree, das am vergangenen Freitagabend im Burgdorfer Jazzclub „Black Horse“ als Benefiz-Gig mit den „ollen Knastkindern“, der Lehrter „Sugar Town Steam Band“ und den „Traditional Jazzparaders“ für den KSB angelegt war, erbrachte eine hutgesammelte Spendensumme in Höhe von „jazzigen“ 550 Euro.
Zu dem Familientreffen lokaler und regionaler Jatzer und Dixieland-Musiker mit abschließender Jam-Session hatte Jürgen „Julius“ Gömann (Otze), Vorstandsmitglied des gemeinnützigen Kulturvereins Jazzfreunde Altkreis Burgdorf, ins „Black Horse“ eingeladen. Darunter die „Traditionellen Jazzparaders“, besetzt mit Muckern aus Hannover bis hinauf zum Heideort Hermannsburg (Celle). Aber den ersten Dampf aus dem Jazzclub-Kessel ließen die Jungs von der „Sugar Town Steam Band“ aus der Ex-Zuckerstadt Lehrte gut aufgelegt entweichen. Nachdem die „Sugartowner“ sich und dem Publikum mit ihrem Schlussstück „Alles Gute“ gewünscht hatten, wurden die Mikrofone den „Old Jailhouse Kids“ überlassen, bei denen am Ende das Lied „Bay mir bistu sheyn“ natürlich nicht fehlen durfte. Das Swingstück, das 1932 für ein jiddisches Musical geschrieben wurde, wurde von Georg „Schorse“ Werner mit Reibeisenstimme ins Mikro geraspelt. Und das Publikum fand es alles in allem auch schön.