Ein Ensembleklang, der seinesgleichen sucht

Das Dresdner StreichTrio ist eine herausragende Ausnahme in der klassischen Trio-Landschaft. (Foto: Georg Bosse)

Dresdner Streichtrio begeisterte im Burgdorfer Schloss

BURGDORF (gb). Bereits in der 10. Konzertsaison hat sich die von SCENA geförderte Barock- und Kammermusik längst im Burgdorfer Kulturleben etabliert. Den Beweis dafür traten am zurückliegenden Sonntag gut 160 Liebhaber ausgesuchter Kammermusik an, die im Ratssaal des Burgdorfer Schlosses am Spittaplatz den Bogenkünsten des Dresdner StreichTrios lauschten.
Mit dem Streichtrio in g-Moll, op. 69 (1898), des im US-amerikanischen Boston an der Ostküste geborenen Sohns deutscher Eltern, Wilhelm Berger (1861-1911), widmeten sich Prof. Jörg Faßmann (Violine), Sebastian Herberg (Viola) und Michael Pfaender (Violoncello) zum Auftakt einem eher unbekannten Komponisten. Nach einer Pause folgte das Divermento in Es-Dur für Streichtrio (1788) des ungleich berühmteren Wolfgang-Amadeus Mozart (1756-1791). Beim Spiel dieser häufig vernachlässigten Gattung fanden beim Dresdner StreichTrio alle Facetten eine fließende und nie aufgesetzte Wiedergabe.
„...ein Ensembleklang, der in der Trio-Landschaft wahrlich seinesgleichen suchen dürfte.“ Das konnte das Burgdorfer Publikum nur bestätigen.