Eichelkaffee und Vogelfuttertorte auf der Waldweihnacht

Der Weihnachtsmann kam mit neuem Mantel und vielen Süßigkeiten.

Dichtes Gedränge um das Budenrund in Steinwedel

STEINWEDEL (dno). "Erst werden die Eicheln gesammelt, dann gepellt, gehäckselt und zum Schluss geröstet", erzählt Jörg Appel vom Waldpädagogikzentrum Hannover/Hildesheim. Mit seiner Kollegin Christine Eusewig sorgte er nicht nur für kulinarische und vor allem außergewöhnliche Leckereien, sondern auch für Kinderbeschäftigung der besonderen Art. So konnten die Kleinen - während die Eltern den Eichelkaffee (würziger Geschmack, durch die Gerbsäuren leicht bitter!) genossen - für die Waldtiere Futterglocken basteln. Hierzu wurde Vogelfutter gekocht und nach einigen kreativen Vorarbeiten in kleine Tonglocken gestopft, die dann mit einem Strick und einem Ast versehen wurden. "Wozu braucht es denn den Ast im Topf?", wollte die 7-jährige Liz wissen. Christine Eusewig erklärte, " dass es für die kleinen Vögel zum Festhalten gedacht ist, damit sie in Ruhe essen können." Außerdem gab es noch Äpfel, Maiskolben und andere Obst- und Gemüsesorten, die ebenfalls mit einem Band und Ast versehen wurden, bevor sie an den großen Weihnachtsbaum für Tiere gehangen wurden.
Die Waldweihnacht in Steinwedel ist schon ein ganz besonderer Adventstreff in der Region. Bereits zum 3. Mal konnte das idyllische Budenrund rund um den Waldspielplatz zahlreiche Besucher anlocken. Der anfängliche Geheimtipp hat sich mittlerweile herum gesprochen und zum Einbruch der Dunkelheit gab es ein dichtes Gedränge auf dem Platz, dass nur noch vom Eintreffen des Weihnachtsmannes getoppt wurde. Dieser kam mit Sirene und einem dicken Sack voller Süßigkeiten und beglückte die Kinder. Unter dem neuen Mantel - der Weihnachtsmann bekam in diesem Jahr ein neues Outfit - steckte Burkhardt Lemke, der sich über den Andrang freute.
Auch die Feuerwehr zeigte sich zufrieden. Mit 12 Ständen waren es auch mehr Anbieter als noch im Vorjahr. Es gab Kartoffelpuffer und Bratwürste, Kekse und Schmalzbrote, Kakao und Popcorn. Mit der Jugendfeuerwehr konnte Stockbrot gebraten werden. Und wie immer brauchten die Eltern eine große Portion Durch“halte“ vermögen, bis das Brot die gewünschte Röststufe erreicht hatte. Allerhand Selbstgemachtes und Selbstgebranntes wurde zum Kauf angeboten. Erstmalig war auch der Kastanienhof mit dabei, der in seinem Hofladen neben Äpfeln auch Wurst anbot. Etwas enttäuscht zeigten sich die Organisatoren, dass der "Honigmann" in diesem Jahr nicht mehr mit dabei war.
Für die weihnachtliche Musik sorgte "Fummel und Flick" aus dem Ort und für die schönen Lichtpunkte, die im Wald tanzten, die neue Laseranlage.
"Wir haben seit 9 Uhr heute früh aufgebaut. Das ist schon immer ein großer Aufwand, aber es lohnt sich. Wir bedanken uns bei allen Geschäftsleuten, die uns finanziell unterstützt haben. Der Erlös geht wieder in Zusatzausbildungen, in die Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie in gesellige Abende", so der stellvertretende Ortsbrandmeister Norbert Zilz.