Droht Sorgensen und Dachtmissen der Verkehrsinfarkt?

K+S plant Rekultivierung der Kalihalde in Wathlingen

SORGENSEN/DACHTMISSEN (r/jk). Sorgensen und Dachtmissen droht spätestens ab 2017 der Verkehrsinfarkt, so die Ortsvorsteher Dirk Schwerdtfeger und Jörg Neitzel. „Es träfe die Ortschaften Sorgensen und Dachtmissen erneut schwer, sollten die Pläne des Bergbauunternehmens K+S wie geplant genehmigt werden“.
Seit Oktober 2009, nach Eröffnung der B-188, hätten die beiden Ortschaften schon erhebliche Einbußen in Lebens- und Aufenthaltsqualität durch das massiv angestiegene Verkehrsaufkommen hinnehmen müssen.
Jetzt plane die K+S die Rekultivierung der Kalihalde in Wathlingen, dies bedeute, dass spätestens ab 2017 zwölf Millionen Tonnen Erde und Baustoffe wie Beton und Ziegel per LKW nach Wathlingen transportiert werden müssen. Einer der Hauptanfahrtsweg zur Halde führe über die L-311 direkt durch beide Ortsteile. Die Halde soll mit Bauschutt und Mutterboden abgedeckt werden. Sollte man wirklich auf das Abfräsen von Salz verzichten, müsste aufgrund des steilen Salzbergs die Haldenfläche ausgeweitet werden. Zusätzlich wäre es auch notwendig, die Straße „Zum Bröhn“ um 40 oder 50 Meter zu verlegen. „Das heißt dann sicher auch, dass mehr Material benötigt wird, so dass das Lkw-Aufkommen nochmals ansteigt“, so die beiden Ortsvorsteher in einer Presseerklärung.