„Dreikönigstreffen“ in Burgdorf beschwört schwarz-gelbe Politik

Niedersachsens liberaler Wirtschaftsminister a.D. Walter Hirche kämpfte beim Burgdorfer „Dreikönigstreffen“ für die Fortsetzung der CDU/FDP geführten Landesregierung. (Foto: Georg Bosse)

FDP in Niedersachsen im Einklang mit der CDU auf Zweitstimmenfang

BURGDORF/LEHRTE/UETZE (gb). Am Ende wurde es noch einmal richtig kämpferisch. „Wir kämpfen am 20. Januar nicht um die fünf Prozent, sondern um sechs und sieben Prozent der Wählerstimmen zur Fortsetzung der erfolgreichen schwarz-gelben Politik in Niedersachsen“, so der Chef der Burgdorfer und Uetzer Liberalen und Ehrenvorsitzende der FDP Region Hannover, Dieter Lüddecke (Burgdorf).
Damit gingen am vergangenen Samstagabend die rund 60 Gäste aus Burgdorf, Lehrte und Uetze, die sechs Tage nach „Heilige Drei Könige“ der Einladung zum traditionellen „Dreikönigstreffen“ des FDP Ortsverbandes Burgdorf/Uetze ins feine Burgdorfer Restaurant „Försterberg“ gefolgt waren, zum gemütlichen Teil der Wahlkampfveranstaltung über.
Zuvor hatte Lüddecke keinen Hehl daraus gemacht, bei den bevorstehenden niedersächsischen Landtagswahlen am kommenden Sonntag die Fünfprozenthürde mit einer mit dem großen Koalitionspartner CDU abgesprochenen Zweitstimmenkampagne für die FDP deutlich nehmen zu wollen.
Was eine erfolgreiche schwarz-gelbe Politik war und ist, machte der ehemalige freidemokratische Mehrfach-(Wirtschafts)Minister in Niedersachsen und Brandenburg sowie derzeitige Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission, Walter Hirche, deutlich, der mit seinen Ausführungen dazu die Veranstaltung eröffnete. Die Lage sei immer mal wieder schwierig, aber die Zahl der Schulabbrecher sei halbiert, die Neuverschuldung auf ein Drittel halbiert, die Arbeitslosenrate drastisch gesenkt und für den Mittelstand stabile Rahmenbedingungen mit berechenbaren Perspektiven geschaffen worden, so Walter Hirche, der Schulden für „soziale Heimtücke“ gegenüber nachfolgenden Generationen hält: „Natürlich muss für die Schwächsten gesorgt werden, aber wir Freidemokraten stehen dafür, dass jeder für sich selber sorgen darf.“
FDP-Landtagskandidat für den Wahlkreis 30 (Burgdorf, Lehrte & Uetze) ist Diplom-Betriebswirt Thomas Dreeskornfeld. Der verheiratete 44-Jährige ist im Konzern der Norddeutschen Landesbank (NLB) tätig, lebt mit seiner Familie in Ramlingen/Ehlershausen und wurde den Anwesenden von Dieter Lüddecke als Finanzspezialist vorgestellt. Auf einer Zeitachse von 1992 (Maastricht-Vertrag) über die Bargeld-Einführung des Euro (2002) zeichnete Dreeskornfeld den Aufschwung der europäischen Währung bis hin zur heutigen Staaten- und Finanzkrise nach. Auch die Auswirkungen des Euro-Verlaufs auf die Im- und Exporte der deutschen Industrie sowie des Mittelstandes waren Gegenstand seines kurzen Vortrags, der in dem Befund „der Mittelstand ist unsere Klientel“ gipfelte.