Dorfentwicklungsplanung schreitet voran

Ideen gibt es viele, um den Kirchhorster See attraktiver zu machen.
 
Kreisel und Gewerbegebiet sollen eingegrünt und umgestaltet werden.

Ökologie und Freiraum im Fokus der ersten Treffen

VON DANA NOLL

KIRCHHORST. Das Projekt „Kirchhorst 2040“ geht in eine neue Runde. Nachdem die Projektsteckbriefe zur Dorfentwicklung erstellt und in der zweiten Runde der Arbeitskreise inhaltlich abgestimmt wurden, galt es nun diese weiter zu konkretisieren. Bislang gibt es schon vielfältige Projektideen, die nun in Hinblick auf ihr Umsetzbarkeit sowie ihrer Bedeutung für den Ort zu priorisieren sind. Dabei wurde im dritten Treffen der Arbeitskreise auch festgelegt, in welcher zeitlichen Abfolge die Projekte jeweils umgesetzt werden sollen. Außerdem wurde im Vereinsheim des SSV Kirchhorst diskutiert, wie der Dorfentwicklungsprozess nach der Planungsphase zu einem dauerhaften Begleitprozess fortentwickelt werden könne, der insbesondere durch ehrenamtliches Engagement getragen wird.
Der Fokus des AK (Arbeitskreis) Ökologie und Freiraum liegt in den Bereichen Naherholung, Erhalt der Landwirtschaft sowie der Baumpflanzungen im Dorf. Auf der bisherigen Projektliste stehen Bepflanzungen in Großhorst, um hier das angrenzende Gewerbegebiet einzugrünen. Hierbei wurde auch auf die Neugestaltung der Flächen um den bestehenden Kreisel in Großhorst hingewiesen. Die Fläche im Schnittpunkt der Straße „Großhorst“ und Steller Straße soll neu gestaltet werden.
Im Norden der Ortslagen Stelle und Kirchhorst wird eine Verbesserung der fußläufigen Verbindung in Ost-West-Richtung angeregt. Hintergrund der Anregung ist, dass es keinen Rundweg im Norden von Kirchhorst gibt. Es bestand früher eine Wegeverbindung über Feldwege vom „Schulweg“ zum „Im Ellernbruch“. Diese Wegeverbindung querte die K 116. Auf der westlichen Seite der K 116 besteht Richtung Schulweg eine Wegeparzelle, die allerdings an Privatgrundstücken endet und keinen direkten Zugang erlaubt. Unklar ist, ob diese Wegeparzelle öffentlich ist, oder auf privatem Grund liegt.
Die Neuwarmbüchner Hundeschule soll nach Großhorst umziehen, da hier die baurechtlichen Gegebenheiten nicht mehr gewährleistet werden können. Auf einer Wiese am Kollberg nahe der Einmündung der Maurerstraße soll die Hundeschule entstehen. Diese wird auch eine Hundeauslauffläche enthalten. Die Eigentümerin der Hundeschule will diese regelmäßig der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.
Angeregt wurden auch, Streuobstflächen am Ortsrand oder als Wegbegleitbegrünung zu setzen. Hierbei wurde aber betont, dass in der Landschaft die Frage der Wegeparzellen überprüft werden müsste. Darüber hinaus soll das Projekt nur gestartet werden, wenn es für die Pflanzungen Patenschaften gibt oder die Nutzung des Obstes langfristig gesichert wird.
Auch der Wunsch nach Fahrradabstellanlagen an den Bushaltestellen und einer Ausschilderung zum Altwarmbüchener Moor kam auf. Hier geht es vor allem um die „Moorstraße“ und den „Am Kirchhorster See“. Eine regelrechte Ausschilderung benötigt allerdings die Genehmigung der Grundeigentümer. Nach Informationen der Anwesenden hatte der Eigentümer schon einmal angekündigt, einen Weg über den Damm ins Moor zu sperren, da Kradfahrer die Strecke nutzten.
Die nächsten Treffen der Arbeitskreise Bauliche Gestaltung und Siedlungsentwicklung/städtebauliches Konzept für die Ortsmitte sowie der AK Demographie/Dorfgemeinschaftszentrum findet am 28. Mai um 18.30 Uhr im Vereinsheim des SSV Kirchhorst statt.
Der AK Infrastruktur und Mobilität/Neugestaltung Steller Straße sowie der
AK Soziales und kulturelles Leben/Vielfältige (Vereins-)Angebote/Soziales Zentrum an der Schule trifft sich am 31. Mai 2018 um 18.30 Uhr ebenfalls im Vereinsheim des SSV Kirchhorst.
Mitmachen lohnt sich – rege Teilnahme ist gewünscht! Rückmeldung an e-mail kleine-limberg@mensch-und-region.de bis zum 25. Mai 2018.