Dorfentwicklung kommt auf den Weg

Die "Neue Ortsmitte" für Kirchhorst ist zentrales Thema im Dorfentwicklungsplan.

"Neue Ortsmitte" als einer der Schwerpunkte wurde im Arbeitskreis diskutiert

von Dana Noll

KIRCHHORST. Nach der Auftaktveranstaltung und den Dorfrundgängen im Herbst letzten Jahres schreitet das Projekt "Kirchhorst 2040" nun weiter voran. In den vergangenen Wochen tagten die Arbeitskreise, in denen erste Ideen für die zukünftige Dorfentwicklung diskutiert wurden. Themen wie Demographie, soziale und kulturelle Entwicklung, Ortsbild und Siedlungsentwicklung, Ökologie und Freiraum sowie Infrastruktur und Mobilität standen dabei im Fokus. Einige Ansätze aus den vorangegangen Veranstaltungen wurden weiter vertieft - andere vorerst zurück gestellt.
Bisher wurden fast 50 Projektideen in sogenannten Steckbriefen zusammengetragen.
Zentrales Thema ist die „Neue Ortsmitte“ für Kirchhorst. Die Mehrheit des Arbeitskreises sprach sich dafür aus, gegenüber vom EDEKA-Markt einen Dorfplatz mit einem Mehrzweckgebäude sowie Gastronomie zu errichten. Dieses könnte für spontane Treffen und diverse Veranstaltungen genutzt werden. Der Arbeitskreis „soziales und kulturelles Leben“ hat sogar schon einen Namensvorschlag: "Zehnt-Hütte". „Wir brauchen wieder eine Theke, auch Räume für Theater, größere und kleinere Treffen, eine Leseecke/Bibliothek und einen „Senioren Service-Point", so Dr. Andreas Glombik, Organisator Zehntfest. Hierunter versteht er eine Einrichtung, die Unterstützungsangebote für Senioren bereithält und kulturelle Veranstaltungen für alle Gruppen im Ort organisiert.
Die überwiegende Mehrheit im Arbeitskreis „Ortsbild und Siedlungsentwicklung"
unterstützt - und erweiterte - die Überlegungen: „Kirchhorst soll wieder wachsen dürfen. Wir benötigen ein Stufenkonzept, das mit einer kleineren Fläche beginnt und dann abschnittsweise bedarfsgerecht entwickelt werden kann", fasst Ortsbürgermeister Herbert Löffler das Meinungsbild zusammen.
"Damit hier überhaupt gebaut werden kann, ist es erforderlich, dass die Region Hannover die Freiraumgrenze im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP), die eine bauliche Entwicklung aktuell einschränkt, verlegt. Erst mit der Verknüpfung und Herleitung aus dem Gesamtprojekt Dorfentwicklungsplanung Kirchhorst, hat der Änderungsantrag zum RROP eine solide Chance in der Regionsversammlung positiv bewertet zu werden", so Löffler weiter. Dafür soll das Dorfentwicklungskonzept die Grundlage legen.
Neben einer Erschließung über einen angedachten Kreisverkehr auf der Steller Straße, sind "bei der Planung die Belange der Feuerwehr zu berücksichtigen, die dort ihren Übungsplatz hat", warf Ortsbrandmeister Kirchhorst, Arne Zilling, ein.
Auch dem Koordinierungskreis aus Vertretern aller Arbeitskreise lag das Thema "Neue Ortsmitte" besonders am Herzen. Hier sollen kurzfristig die nächsten Schritte zur Realisierung in Angriff genommen werden. Das Planungsbüro ist parallel dabei, die Ergebnisse zusammen zu stellen und mit einem Entwicklungsleitbild zu versehen, zu dem die thematischen Arbeitskreise jeweils aus ihrer Sicht Hinweise gegeben habe.