Die Zeit der Krötenwanderung ist zu Ende

Wilfried Seidel beim Abbau des Krötenzauns. (Foto: NABU)

Krötenschutzzaun zwischen Engensen und Ramlingen abgebaut

BURGWEDEL/ISERNHAGEN/RAMLINGEN (r/jk). Der Naturschutzbund hat den Krötenschutzzaun zwischen Engensen und Ramlingen abgebaut. Wetterbedingt durch kalte Nächte gab es unterschiedlich ergiebige Fangquoten von 0 bis 116 Tieren. Selbst am Abbautag fand der Naturschutzbund noch eine Erdkröte. Das Gesamtergebnis betrug 543 Tiere, davon nur 18 Molche. Im Vorjahr fanden sich 705 Amphibien in den Eimern. Die Höchstzahl betrug 1360 Tiere im Jahr 2006.
Die Personalkapazitäten für die Betreuung aller wichtigen Punkte, an denen ein Überfahren von Kröten droht, reichen allerdings nicht aus (tägliche Zählung). An der Straße Kleinburgwedel In Richtung Bissendorf-Wietze wurde in diesem Jahr kein Zaun aufgebaut. Es wurde aber eine lebhafte Wanderung gemeldet. Auch auf der Straße „Am Würmsee“ wurden viele Kröten beobachtet. Dort ist ein Leitzaun schwierig aufzubauen. Unmöglich ist auch eine Leiteinrichtung am Rundweg um den
Altwarmbüchener See, da die Strecke zu lang ist. Von dort wurden viele übergefahrene Kröten gemeldet, obwohl dort keine Autos fahren. Eine
Kontrolle ergab an einem Tag 74 übergefahrene Tiere.