„Die sieben letzten Worte Jesu“

Wann? 17.02.2010 18:30 Uhr

Wo? St. Pankratiuskirche, Spittaplatz, 31303 Burgdorf DE
Das „Consensus Quartett“: Susanne Dietz (Violine; oben), Beate Anschütz (Viola; links), Ulrike Teile (Violine; rechts) und Beate Meyer-Stolz (Violoncello; unten). Foto: Consensus Quartett (Foto: Consensus Quartett)
Burgdorf: St. Pankratiuskirche |

Musikalische Passionsandachten in der St. Pankratiuskirche

BURGDORF (r/jk). Die musikalischen Passionsandachten zu den sieben letzten Worte Jesu werden am Aschermittwoch, 17. Februar, ab 18.30 Uhr mit einem Konzert in der St. Pankratiuskirche eröffnet. Das „Consensus Quartett“ musiziert das Streichquartett op. 51 (Hob. III: 50-56) von Joseph Haydn: „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“. Pastor Schulze gestaltet die biblische Auslegung. Der Eintritt ist frei. Eine Kollekte wird erbeten.
Die Passionsmusik über die sieben letzten Worte Jesu (nach Lukas 23, Johannes 19 und Matthäus 27) steht entstehungsgeschichtlich in einem spezifischen liturgischen Kontext: 1785 erhielt Haydn (1732-1809) von einem Domherren in Cadiz (Spanien) den Auftrag, eine Folge von langsamen Instrumentalsätzen zu komponieren, die bei der Karfreitags-Liturgie die exegetische Betrachtung des Bischofs unterbrechen und musikalisch nacherlebbar machen sollten.
Haydn, der 1801 bekannte, die Aufgabe, sieben Adagios, wovon jedes gegen zehn Minuten dauern sollte, aufeinander folgen zu lassen, ohne den Zuhörer zu ermüden, sei keine von den leichtesten, komponierte diese Musik zunächst für großes Sinfonieorchester (sogar mit Trompeten und Pauken) und schätzte diese Komposition selbst sehr. Deshalb, und auch, um ihre leichtere Verbreitung zu ermöglichen, fertigte er 1787 eine Reduktion für die Streichquartettbesetzung an. 1795 griff er noch einmal auf das Werk zurück und gestaltete es zu einem veritablen Oratorium um.
Das „Consensus Quartett“ wurde Anfang 2003 in Hannover gegründet. Vier ambitionierte Musikerinnen begegneten sich in menschlicher und künstlerischer Harmonie, um Werke für Streichquartett vom 18. Jahrhundert bis zur Moderne zu erarbeiten und stilgerecht zu interpretieren. Diesem Anspruch gemäß bringen die Künstlerinnen ihre umfassenden Erfahrungen in allen musikalischen Epochen, unter anderem auch auf historischen Instrumenten, mit ein. Mit seiner erfolgreichen Konzertaktivität (u.a. Chile-Tournee mit dem Gitarristen Roger Zimmermann im Herbst 2008) hat sich das Quartett einen guten Namen bei seinem Publikum erworben.
Die weiteren musikalischen Passionsandachten in der St. Pankratiuskirche mit dem Posaunenchor, dem Flötenkreis und Solisten im Überblick:
- 24. Februar: „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“. (Lk 23,43); Pastor Thon-Breuker und Maike Jensen (Orgel).
- 3. März: „Frau, siehe, dein Sohn! und: Siehe, deine Mutter!“ (Joh 19,26-27); Pastor Schumacher und der Flötenkreis St.Pankratius.
- 10. März: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Mk 15,34); Pastor Müller-Brandes und der Posaunenchor Burgdorf.
- 17. März: „Mich dürstet.“ (Joh 19,28); Pastor Thon-Breuker, Laura Dalla Libera (Flöte) und Tina Roeber-Burzeya (Orgel).
- 24. März: „Es ist vollbracht.“ (Joh 19,30); Pastor Müller-Brandes, Claudia Erdmann (Alt) und Martin Burzeya (Klavier).
- 31. März: „Vater, in Deine Hände lege ich meinen Geist.“ (Lk 23,46); Pastor Schulze und das Vokalensemble Celle.