Die Rückrunde läuft für die TSV Burgdorf nicht wie erhofft

Borut Mackovsek verließ die Recken im Januar aus persönlichen Gründen und hinterließ eine Lücke im linken Rückraum. (Foto: st)

Wo stehen die Recken sechs Spieltage vor dem Saisonende?

BURGDORF (st). Die TSV Hannover-Burgdorf könnte die Saison 2013/2014 eigentlich bereits als beendet erklären. In der DKB Handball-Bundesliga wird sie vermutlich keine großen Verbesserungen in der Platzierung vornehmen können. Aus dem DHB-Pokal ist das Team um Trainer Christopher Nordmeyer ausgeschieden und nach der Gruppenphase im EHF-Cup war auch im Europapokal Endstation. Mit dem Abstieg in der Liga kommen die Recken aber auch nicht in Berührung. Sechs Spieltage vor dem Saisonende ist demnach der Alltag eingekehrt.
Die Mannschaft will sich aber noch einmal voll reinknien, sich engagieren und besonders in den Heimspielen noch sechs Pluspunkte sammeln. Das ist sie ihren Fans schuldig und damit soll auch Werbung für die nächste Saison in der Eliteliga des Handballs gemacht werden.
Leider schafften es Csaba Szücs und Co seit Februar nicht, konstante Leistungen zu bringen. Das wird viele Gründe haben und die hohe Belastung im Februar und März mit teilweise sieben Begegnungen innerhalb von drei Wochen ist ein Grund. Verletzungen wichtiger Spieler wie Jan Fiete Buschmann, Torge Johannsen, Runar Karason und Lars Lehnhoff oder auch eine Grippewelle schwächten die Spieler erheblich und sorgten dafür, dass die anderen Akteure noch mehr Belastungen überstehen mussten.
Aber auch spielerisch hatten die Recken Defizite. Besonders in der Chancenverwertung, der Torquote, gab es erhebliche Probleme. Zu viele Chancen wurden leichtfertig vergeben und so brachte die TSV den Gegner immer wieder in gute Positionen. Das machte sich besonders bei den Spielen im Europapokal gegen die schwedische Mannschaft von Lugi HF Lund bemerkbar.
Aber auch in der Bundesliga lief es nicht nach Wunsch. In den bisher acht Spielen in diesem Jahr wurden nur zwei Begegnungen erfolgreich abgeschlossen und sechs Niederlagen kassiert. Das ist für ein aufstrebendes Team zu wenig. Eine 24:29-Pleite in der Recken-Festung Swiss Life Hall gegen TuS N.-Lübbecke oder eine knappe 27:28-Niederlage bei HBW Balingen-Weilstetten waren schon bitter. Aber es waren durchaus Lichtblicke erkennbar, denn mit kämpferisch starken Vorstellungen wurden die Spitzenmannschaft der SG Flensburg-Handewitt (27:26) oder im EHF-Cup die Spanier von Reale Ademar Leon und auch Csurgoi KK (jeweils 27:26) bezwungen. Tolle Partien, die den engagierten Charakter der Nordmeyer-Schützlinge verdeutlichten.
Die TSV will die verbliebenen Spiele nunmehr dazu nutzen, die Entwicklung der Mannschaft fortzuführen, denn mit jeder Niederlage und jedem Sieg lernt die Mannschaft dazu. Das kann sich im Hinblick auf die nächste Spielzeit nur positiv auswirken. Ein einstelliger Tabellenplatz kann durchaus erreicht werden und das wäre für Joakim Hykkerud und seine Mitspieler ein Erfolg. Um dieses Ziel zu erreichen, sind nach der augenblicklichen Pause aber noch sechs schwere Spiele erfolgreich zu überstehen. Am Mittwoch, 16. April, ab 20.15 Uhr geht es mit dem Heimspiel gegen den Bergischen HC wieder los. Das restlichen Programm der TSV in der Saison 2013/2014: THW Kiel gegen TSV am 30. April, TSV gegen HSG Wetzlar am 3. Mai, HSV Handball gegen TSV am 10. Mai, TSV gegen VfL Gummersbach am 18. Mai und zum Abschluss am 24. Mai MT Melsungen gegen TSV.

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