Die österliche Freudenzeit hat begonnen

Wenn die ehrenamtlichen Feuerwehrkameraden der Ortswehr Dachtmissen um (Noch-)Ortsbrandmeister Albert Schrader jr. zum traditionellen Osterfeuer einladen, ist immer mit zahlreichem Besuch zu rechnen. (Foto: Georg Bosse)

Zahlreiche Osterfeuer in Dörfern und Ortschaften entfacht

HÄNIGSEN/DACHTMISSEN/SORGENSEN (gb). Ostern (hebräisch: pessach) ist im Christentum die jährliche Gedächtnisfeier zur Auferstehung Jesu Christi. Und mit dem Ostersonntag hat die fünfzigtägige, österliche Freudenzeit bis einschließlich Pfingsten begonnen, die aber angesichts der zwei jüngsten Bombenanschläge auf (ur-)christliche Kirchen in Ägypten, bei denen 44 koptische Glaubensbrüder und -schwestern in Alexandria und Tanta ums Leben kamen, gehörig getrübt sein dürfte.
„Osterfeuer“ wurden bereits in heidnischen Zeiten praktiziert. Das Urfeuer war die Sonne, die unter anderem in Ägypten göttlich verehrt wurde. Im Altertum hatten die sechs altrömischen Priesterinnen der Vesta, der keuschen Hüterin von Heim und Herd, dafür zu sorgen, dass das heilige Feuer niemals ausging.
Unser heutiges christliche Osterfest entstammt also den heidnischen Frühlingsfeuern, mit denen die Sonne begrüßt wurde und die auch als Kult zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte dienten. Die ersten Osterfeuer, wie wir sie heute kennen, wurden um 750 in Frankreich zum Osterbrauch entfacht.
Die jüngsten Osterfeuer wurden am vergangenen Samstag in zahlreichen Dörfern, Gemeinden und Ortschaften im Verbreitungsgebiet des MARKTSPIEGEL zur Freude ihrer Bewohner und Gäste entfacht. So beispielsweise auch in Hänigsen, Dachtmissen und Sorgensen, wo sich Groß und Klein in familiärer und geselliger Runde rund um die knisternd lodernden Holzstapel versammelt hatten.