Die Essgewohnheiten im Mittelalter

Auf eine überwältigende Resonanz stieß die erste Sonderführung durch die beiden Ausstellungen „Klosterküche und Haferbrei - Esskultur im Mittelalter“ (Erdgeschoss) und „Magie und Aberglaube im Mittelalter“ (Obergeschoss) im Stadtmuseum. (Foto: Joachim Lührs)

Führung durch Mittelalterausstellungen am 26. Februar

BURGDORF (r/jk). Auf eine alle Erwartungen übertreffende Resonanz stieß die erste Sonderführung durch die beiden Ausstellungen „Klosterküche und Haferbrei - Esskultur im Mittelalter“ (Erdgeschoss) und „Magie und Aberglaube im Mittelalter“ (Obergeschoss) im Stadtmuseum (Schmiedestraße 6). Aufgrund des großen Interesses bieten der VVV, der Förderverein Stadtmuseum und die Stadt Burgdorf eine weitere Führung am Sonntag, 26. Februar, an. Beginn ist um 14.30 Uhr. Während des Rundgangs erfahren die Teilnehmer, welche von der Standeszugehörigkeit abhängigen Essgewohnheiten und Zubereitungspraktiken im Mittelalter vorherrschten.
So war der Verzehr von einfachem Gemüse in der Regel der Landbevölkerung vorbehalten, da es Personen hohen Standes als verpönt galt. Der Speiseplan der einfachen Leute hatte nur einen sehr beschränkten Umfang und beschränkte sich zum großen Teil auf Haferbrei, Rüben, Kohl und Bohnen. Fleisch und Fisch fanden sich demgegenüber vorwiegend an der Tafel des Adels wider. Aus dem Ausland eingeführte Gewürze konnten sich nur die gehobenen Gesellschaftsschichten leisten.
Wie die magische Gedankenwelt des Mittelalters aussah, steht im zweiten Teil der Führung im Fokus. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit auf die abergläubischen Rituale und okkulten Praktiken, mit denen die Menschen in dieser Epoche Krankheiten heilen und Unglücksfälle von sich abwenden wollten. Zu diesem Zweck wendeten sie die Astrologie und Alchemie, den Analogiezauber sowie die schwarze und weißen Magie an oder nutzten Amulette und die von bestimmten Steinen und Pflanzen scheinbar ausgehenden Heilkräfte.