Diagnose Prostatakrebs ist nicht unbedingt ein Todesurteil

Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Burgdorf gibt Hilfestellung

BURGDORF (r/jk). „Diagnose Prostatakrebs! – Was nun?“ - auf diese Diagnose sind die meisten Menschen nicht vorbereitet. Schock, Angst, Niedergeschlagenheit und Verstörtheit sind die ersten Gefühle. Sie wissen nicht, wie sie ihre Lage einschätzen sollen und was die Krankheit für ihre Zukunft bedeutet. In dieser schwierigen Lebenssituation sollen sie auch noch eine Entscheidung treffen, die möglicherweise eine lebenslange Bedeutung haben wird.
Für welche Therapie entscheide ich mich? Vor dieser Entscheidung stehen jährlich 60.000 bis 65.000 Männer. Damit ist Prostatakrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung des Mannes. In der Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Burgdorf wird Männern geholfen, angemessen mit der Diagnose umzugehen, und über die Wahl der Therapie informiert.
Prostatakrebs ist kein Todesurteil. Statistiken weisen nach, dass Prostatakrebs zu den Krebsarten mit den höchsten Überlebensraten zählt. Frühzeitig erkannt, sind die Chancen auf dauerhafte Heilung inzwischen sehr gut. Dank moderner Therapiemöglichkeiten kann man auch im fortgeschrittenen Stadium mit dem Krebs leben, ihn häufig lange unter Kontrolle halten und mit ihm, nicht an ihm sterben.
Wichtig ist jetzt, mit den behandelnden Fachärzten eine Entscheidung zu erarbeiten und die Frage klären: „Wie soll der Prostatakrebs bei mir behandelt werden?“ Es besteht in der Regel genügend Zeit zur Beantwortung der Frage. Umfangreiche Information über Wirkungen, Nebenwirkungen und Erfolgsaussichten der verschiedenen Therapieformen sind wichtig, um als kompetenter Patient bei der Entscheidungsfindung aktiv mitzuwirken.
Betroffene der Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe haben Prostatakrebs und können über eigene Erfahrungen berichten und sich in die Situation der Neu-Betroffenen hinein versetzen.
Aus diesem Grund behandelt die Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Burgdorf während ihres nächsten Gruppenabends das Thema: „Diagnose Prostatakrebs! – Was nun?“ Das Treffen findet am Mittwoch, 20. Juni, ab 18.30 Uhr im Nebengebäude des Gymnasiums Burgdorf, Berliner Ring 27, statt. Der Eintritt ist frei. Gäste sind willkommen (auch Ehefrauen bzw. Lebenspartnerinnen). Informationen erteilt Jürgen Mindermann (Tel.: 05136/7305).