Detlef I. als 47. Ramlinger Erntekönig gekürt

Erntekönig Detlef I. und ihre Königliche Hoheit Diana grüßten die Besucher des Ramlinger Erntefest-Jubiläums, als sie in der Kutsche auf dem Weg zum Festplatz waren. (Foto: Georg Bosse)

„Kaiserwetter“ begleitete das 50. Erntefest-Jubiläum

RAMLINGEN (gb). Detlef Orleth und seine Gattin Diana sind am vergangenen Samstag zu den Ramlinger Erntemajestäten 2017 proklamiert worden. Was macht ein Dorf, das mit vielen Gästen sein 50. Erntefest gebührend feiern will? Es putzt sich für dieses Jubiläum prächtig heraus. So machte es die Ramlinger Dorfgemeinschaft, für die mit dem Abholen der (noch) amtierenden Erntekönigin Hannelore I., mit dem Eintreffen der buntgeschmückten Erntewagen und der fröhlichen Fußgruppen die „fünfte Jahreszeit“ ihren Lauf nahm.
Seit Wochen und Monaten fieberten die Ramlinger ihrem 50. Erntefest entgegen. Hinter den Kulissen wurde, gebastelt, gehämmert und geschraubt, um den Einwohnern und den zahlreichen Besuchern einen unvergesslichen Umzug mit ihren Erntewagen zu präsentieren. Aber auch viele Gruppen, Freunde, Musikzüge und Vereine aus benachbarten Ortschaften waren angereist, um den ehrenamtlichen Machern der „Dorfgemeinschaft“ zu ihrem Jubiläum zu gratulieren. Darunter beispielsweise die „Spielmöpse“ der Burgdorfer Schützengesellschaft, die mit ihrer Musik vor dem Landgasthaus „Voltmer“ gute Laune machten und sich später in den Zug einreihten. Oder die Freundeskreis-Fußgruppe um Ortsbürgermeisterin Birgit Meinig und Burgdorfs IGS-Leiter Rudolf Alker aus Ehlershausen, die mit ihrer 25. Teilnahme ein eigenes kleines Jubiläum feiern konnte.
In diesem Jahr jährte sich der Thesenanschlag von Martin Luther in Wittenberg zum 500. Mal. Für die katholische Kirche war die Reformation wahrlich kein Anlass zur Freude oder gar zum Feiern. Dass Freude und Frohsinn auch ökumenisch geht, bewies Paulus-Pastor Matthias Paul, der als Martin Luther gewandet mit St. Nikolaus-Pfarrer Martin Karras hoch auf dem Kirchenwagen „Versöhnung in Ramlingen“ feierte. Mit der populärmusikalischen Untermalung „Jesus Christ Superstar“ ging es die Grüne Allee rauf und runter. Allerdings konnte dabei am „göttlichen Beistand“ gezweifelt werden. Die Kirchenleute schafften es in der 50-jährigen Ramlinger Erntefestgeschichte erstmals, dass ein Festwagen vom rechten Weg abkam und sich verfuhr.
„Die Pole schmelzen, das Wasser steigt – Ramlingen bleibt!“, war das Motto eines der Festwagen, der damit den von einer unabhängigen Jury zu vergebenen Wanderpokal nicht gewinnen konnte. Der ging an die „Arche“, die den Klimawandel zum Thema hatte. Bei den Fußgruppen hatte die „Unendliche Geschichte“ mit dem Glücksdrachen „Fuchur“ Glück und die Nase vorn.
Mit dem Laternenumzug am Freitag, 20. Oktober, findet die „fünfte Jahreszeit“ in Ramlingen ihr leuchtendes Ende.