„Der Marktstraße eine persönliche Note verleihen“

Die beiden Inhaber Markus Baruth (links) und Roland Mierswa (rechts) stellen das Musikhaus am Wall vor. (Foto: SMB)

SMB-Arbeitskreis „City“ legte Initialzündung für optische Aufwertung der Innenstadt

BURGDORF (r/jk). Mit welchen Ideen lässt sich das Ziel einer einheitlichen Aufwertung und weiteren Optimierung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt wirkungsvoll realisieren? Diese Frage stand im Mittelpunkt der von Martin Polch geleiteten 26. Sitzung des Stadtmarketing-Arbeitskreises „City“, die sich im Sitzungsraum der Stadtwerke abspielte. Bevor sich die Teilnehmer diesem Komplex zuwendeten, folgten sie der Einladung von Markus Baruth und Roland Mierswa zu einem Info-Meeting im 2012 von ihnen eröffneten Musikhaus am Wall.
Wie die beiden Unternehmer und Stadtmarketing-Mitglieder erläuterten, setzen sie bei ihrem Geschäftskonzept auf eine intensive Beratung ihrer Kunden, eine breit gefächerte Instrumentenauswahl und einen umfangreichen Service. Sie versicherten, dass sie der zunehmenden Konkurrenz durch das Internet erfolgreich Paroli geboten hätten. „Unsere Konzertreihe ‚Nachts im Musikhaus‘ konnte sich mittlerweile fest etablieren und genießt wegen des intimen Rahmens in unseren Räumlichkeiten einen hervorragenden Ruf“, bekräftigten Baruth und Mierswa.

Steigerung des Einkaufsklimas

Zu Beginn der anschließenden Sitzung bekräftigte Stadtmarketing-Geschäftsführer Gerhard Bleich, dass mit der Inbetriebnahme der sechs neuen Parkplätze in der unteren Marktstraße ein deutlicher Schritt für eine Steigerung des Einkaufsklimas umgesetzt worden sei. Er richtete in diesem Zusammenhang seinen Dank an die Vertreter von Rat und Verwaltung für die einvernehmliche Zusammenarbeit bei der Verwirklichung dieses Anliegens. „Bei den Umsätzen des Burgdorfer Geschenkgutscheins für die ersten vier Monate des Jahres konnten wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Steigerung von 60.000 auf 64.000 Euro verzeichnen“, teilte Bleich im Rahmen aktueller Informationen aus dem Stadtmarketing-Kreis mit. Der damit verbundene Werbewert sei kaum noch steigerungsfähig, betonte der Geschäftsführer. Er verwies darauf, dass der nächste Verkaufsoffene Sonntag am 7. September wieder im Verbund mit dem Kunstmarkt und der Kunstmeile stattfinden werde. Zur im letzten Jahr neu aufgestellten Parkgebühren-Erstattung sagte Bleich, dass sich über 30 Teilnehmer dem System angeschlossen hätten und bei einem Mindesteinkauf von 15 Euro 50 Cent erstatteten. Er bekundete, dass die betreffenden Geschäftsleute eine gute Resonanz unter ihren Kunden verzeichnen konnten, demzufolge eine Fortsetzung dieser Praxis feststeht. Weitere Teilnehmer seien willkommen.

Optische Aufwertung der Marktstraße

Tiefbauamtsmitarbeiterin Claudia Vollmert stellte zwei Vorschläge der Verwaltung für eine durch einheitlichen Blumenschmuck zu erzielende Aufwertung der Marktstraße und ihres Umfelds zur Diskussion. Als in Frage kommende Wahlmöglichkeiten brachte Vollmert mobile Pflanzgefäße unter dem Gesichtspunkt zur Vandalismusvorbeugung und stationäre, mit Geranien bestückte Pflanzpyramiden ins Gespräch. Tiefbauamtsleiter Rainer Herbst erinnert daran, dass die Finanzierung der getroffenen Maßnahmen und die weitere Pflege des ausgewählten Blumenschmucks auf der Eigeninitiative der anliegenden Geschäftsleute basieren müssten.

Einsetzung eines Arbeitskreises

Um dem weiteren Vorgehen in der Marktstraßengestaltung eine konkrete Zielrichtung zu geben, regte Bürgermeister Alfred Baxmann die Einsetzung eines Arbeitskreises an. In ihm sollen sich Mitglieder des Stadtmarketing und fachkundige Mitarbeiter der Stadtverwaltung zusammenfinden. Diesem Gremium fiele die Aufgabe zu, die vorhandenen Spielräume auszuloten und ein tragfähiges Gesamtkonzept zu erstellen, dass auf die Zustimmung aller Beteiligten stoße, erklärte Baxmann. Als unabdingbares Grundelement müsse das Projekt eine regelmäßige und erkennbare Struktur durchziehen, forderte der Bürgermeister. Nur so könnte der Marktstraße eine persönliche Note verliehen werden, mit der sich die Einwohner identifizierten, mahnte Baxmann an. Hier dürften individuelle Befindlichkeiten keine Rolle spielen. Für die aufzubringenden finanziellen Mittel schlug er die Einrichtung einer Gemeinschaftskasse der beteiligten Geschäftsleute vor. Die Mehrheit der Sitzungsteilnehmer tendierte zu der vorgeschlagenen gemeinsamen Lösung und äußerte die Bereitschaft, entsprechende Maßnahmen zu unterstützen. Als erste Mitglieder des einzusetzenden Arbeitskreises stellten sich Hilke Desens, Holger Wesche, Nico Peter und Gaby Frey zur Verfügung.