Das Wachstum gestalten

Bürgermeister Alfred Baxmann freut sich, dass 2017 wichtige Weichenstellungen für die zukünftige Entwicklung der Stadt erfolgt sind. (Foto: Stadt Burgdorf)
 
Viele Veränderungen im Bildungsbereich: Zum Schuljahresbeginn 2017/2018 wurde der Neubau am Berliner Ring für Gymnasium und Realschule in Betrieb genommen. (Foto: Georg Bosse)
 
Viele Veränderungen im Bildungsbereich: Zum Schuljahresbeginn 2017/2018 wurde der Neubau am Berliner Ring für Gymnasium und Realschule in Betrieb genommen. (Foto: Georg Bosse)

Grußwort des Burgdorfer Bürgermeisters Alfred Baxmann zum Jahreswechsel

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein ereignisreiches Jahr liegt bald hinter uns. Und – wie immer am Ende eines Kapitels – ist dies eine gute Gelegenheit, auf die vergangenen Monate zurückzublicken, aber auch, den Blick nach vorne zu richten und in die Zukunft zu schauen. Denn in 2017 haben uns viele Themen bewegt, die uns auch im kommenden Jahr – und teilweise auch darüber hinaus – weiter beschäftigen werden.
Eine hohe Aufmerksamkeit galt in diesem Jahr wieder dem Bildungsbereich. Hier fanden insbesondere im Schulsektor große Veränderungen statt. Zum Schuljahresbeginn 2017/2018 wurde der Schulneubau am Berliner Ring in Betrieb genommen. Dem vorausgegangen waren der Einzug eines Teilbereichs des Gymnasiums sowie der Umzug der Realschule vom angestammten Standort, der durch die aktive Mithilfe vieler Helfer, darunter auch viele Schülerinnen und Schüler, reibungslos bewerkstelligt werden konnte.
Und obwohl es sich bei dem erst vor wenigen Monaten fertiggestellten Bau um das jüngste der annähernd 100 städtischen Gebäude handelt, kann die Schule bereits eine Geschichte erzählen. Konzipiert wurde der Bau ursprünglich – Sie werden sich vielleicht erinnern – als Neubau der Gudrun-Pausewang-Grundschule, die das Gebäude, das ab 2020 ausschließlich durch das Gymnasium genutzt werden wird, während des Bauprozesses freigab und nunmehr in einigen Jahren einen Neubau am jetzigen Standort in der Südstadt erhalten wird.
Burgdorf befindet sich auf einem Wachstumspfad, den einige Bereiche zwingend mitbeschreiten müssen: Zu nennen ist hier vorrangig die Schaffung von Wohnraum, der Ausbau von Kitas und eben die Entwicklung im Schulbereich. Und mit der Errichtung des Schulneubaus am Berliner Ring haben wir den ersten Baustein bei der Umgestaltung der Burgdorfer Schullandschaft erfolgreich hinter uns gebracht.
Eine räumliche Veränderung gab es im Übrigen auch für die Hauptschule, die sich nunmehr mit der IGS unter einem Dach in dem ehemaligen Realschulgebäude befindet. Mit der Bereitstellung von Displays, Whiteboards, Computern und neuem Mobiliar profitieren Lehrkräfte und Schülerschaft dieser sowie weiterer Burgdorfer Schulen zudem von den umfangreichen Investitionen und Neuerungen im Bereich des Schulinventars.
Wie die diesjährige Wirtschaftsentwicklung belegt, ist Burgdorf für Gewerbetreibende nach wie vor ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit hoher Qualität. Die Vermarktung der ersten beiden Abschnitte im Gewerbepark Nordwest südlich der B 188 hat im laufenden Jahr stark an Geschwindigkeit zugenommen. Bis Anfang November wurden dort seit Jahresbeginn weitere acht Gewerbegrundstücke mit zusammen rund 3,2 Hektar gewerblicher Baufläche verkauft. Folgerichtig begann bereits die Planung für den noch verbleibenden dritten Bauabschnitt, der bis kurz vor die Bahnlinie reichen wird. Diese Planungen wurden damit deutlich früher aufgenommen, als das zu Beginn der Planungen für diesen neuen Standort erwartet worden war.
Auch auf der dem Gewerbepark gegenübergelegenen Seite geht die Entwicklung weiter. So wurde zum Beispiel im Verlauf der Weserstraße ein neues Ärzte- und Bürohaus durch private Investoren erstellt und den Mietern übergeben.
Im scheidenden Jahr konnten Rat und Verwaltung auch wieder viele gute zukunftsgerichtete Projekte auf den Weg bringen. Eines dieser Projekte ist die Wohnbaulandentwicklung in Burgdorf-Südost. Für das neue Baugebiet „An den Hecken“ werden 73 Grundstücke mit zusammen rund 45.000 Quadratmetern Grundstücksfläche für Einfamilien- und Doppelhäuser an private Bauherren verkauft. Die bereits angelaufene Vermarktung zeigt, dass die angebotenen Grundstücke auf eine sehr hohe Nachfrage stoßen. Allein in den ersten drei Verkaufsmonaten wurden bereits 38 Grundstücke verkauft, für fast alle anderen Grundstücke sind die Kaufverträge in Vorbereitung und werden Zug um Zug geschlossen werden.
Ganz besonders freue ich mich darüber, dass in dem Gebiet eine weitere Kindertagesstätte mit angeschlossenem Familienzentrum realisiert wird, die – wie es der aktuelle Zeitplan vorsieht – Ende 2019 eröffnet werden kann.
Burgdorf ist in Bewegung. Das macht sich in vielerlei Bereichen und in städtebaulicher Hinsicht auch vielerorts bemerkbar. Denn auch für das nächste Wohnbaugebiet in einem Ortsteil, nämlich Ehlershausen, wurden bereits Entscheidungen und Vorbereitungen getroffen.
Auch mit der Verlängerung der Fahrradstraße in der Südstadt haben wir in Burgdorf eine erfreuliche Entwicklung erzielt. Die vorhandene Fahrradstraße (über Goethe-, Saar- und Brahmsstraße) ist Teil einer wichtigen Radverkehrsverbindung zwischen der Weststadt beziehungsweise der Innenstadt und dem Schulzentrum in der Südstadt. Früher endete die bestehende Fahrradstraße mitten im Wohngebiet. Im Sommer wurde die Fahrradstraße in der Südstadt über die Richard-Wagner- und Grünewaldstraße bis zum Berliner Ring verlängert und ergänzt jetzt Burgdorfs flächendeckendes Radwegenetz.
Wenn Sie zu den zahlreichen Eltern gehören, die bereits das Angebot der Babybegrüßung wahrgenommen haben oder sich auf der Internetseite www.familien-in-burgdorf.info über Wissenswertes für Familien in unserer Stadt informiert haben, dann haben Sie von dem breit gefächerten Reigen von Angeboten und Aktionen des Burgdorfer Bündnisses für Familien profitiert, das in diesem Jahr zehnjähriges Jubiläum gefeiert hat.
Im Rückblick auf zehn erfolgreiche Jahre Bündnis-Arbeit kann durchaus mit Stolz auch auf weitere erfolgreich eingeführte Projekte, wie etwa den Familienwegweiser oder das Netzwerk Frühe Hilfen hingewiesen werden, die allesamt das Ziel verfolgen, für ein familienfreundliches Leben in Burgdorf zu sorgen.
Ein Wort des Dankes möchte ich all denjenigen aussprechen, die sich für lohnende Ziele einsetzen und unsere Stadt aktiv mitgestalten. Vielen Dank allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihr Können und ihre Erfahrung in den unterschiedlichsten Parteien, Vereinen, Verbänden, Kirchengemeinden oder anderen Institutionen einbringen und sich damit für das Gemeinwohl und unser Stadtgeschehen einsetzen. Ohne diesen Beitrag könnten viele von uns sehr geschätzte Angebote und Leistungen nicht erbracht werden.
Als Resümee bleibt festzuhalten, dass im bald scheidenden Jahr 2017 wieder viele – zum Teil dringend notwendige – Vorhaben umgesetzt werden konnten und wichtige Weichenstellungen für die zukünftige Entwicklung unserer Stadt erfolgt sind. Und der Titel des in Kürze beginnenden Themenjahres eignet sich ideal, diesen Verdienst eindeutig zu werten: „Burgdorf – klingt gut!“
Zum Jahreswechsel übermittele ich Ihnen im Namen von Rat und Verwaltung auf diesem Wege unsere herzlichsten Neujahrsgrüße. Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt, sowie unseren Gästen wünsche ich ein glückliches, zufriedenes, erfolgreiches und hoffentlich sorgenfreies Jahr 2018.