Das letzte Europapokal-Abenteuer für die TSV Burgdorf

Kein Durchkommen: Nur der Kopf von Vasko Sevaljevic ist zu sehen, als er im Heimspiel gegen TuS Nettelstedt-Lübbecke vergeblich versucht, an Jens Schöngarth und Ramon Tauabo vorbeizukommen. (Foto: st)

Gegen Csurgoi KK können die Recken noch einmal Europapokalfeeling genießen

BURGDORF (st). Im finalen Spiel der Gruppenphase des EHF-Pokal trifft die TSV Hannover-Burgdorf am Sonnabend, 29. März, ab 19 Uhr in der Swiss Life Hall auf Csurgoi KK. Eine schwere Aufgabe für die Spieler um Trainer Christopher Nordmeyer. Schon die hohe 28:36-Hinspielniederlage in Ungarn zeigt die Qualitäten der Gäste und so wird ein Erfolg nur mit einer äußerst konzentrierten Vorstellung zu realisieren sein.
Es ist das letzte Spiel eines Mammutprogramms im März. Nicht weniger als sieben Begegnungen in der DKB Handball-Bundesliga und dem Europapokal innerhalb von 22 Tagen mussten die Spieler um Neuzugang Alvaro Ferrer ableisten, wenn die Partie am Sonnabend beendet sein wird. Auch heute sind die Recken noch aktiv und kämpfen beim TBV Lemgo um Punktgewinne. Hoffentlich werden die Anstrengungen der letzten Wochen und die sehr schwankenden Leistungen nicht ausschlaggebend sein. Die Mannschaft will sich mit einem Sieg in eigener Halle Selbstvertrauen für die letzte Phase in der DKB Handball-Bundesliga holen.
Dazu müssen Martin Ziemer und seine Mitspieler aber alle Kräfte bündeln und können danach erst verschnaufen. Nach drei Wochen Schonzeit wird die Punktspielrunde erst am 16. April mit der Heimpartie gegen den Bergischen HC weitergehen. Jetzt ist aber noch mal Europapokalluft in Hannover zu spüren und die TSV hofft auch in dieser Begegnung auf die Unterstützung ihrer Fans, auch wenn es nach der 28:32-Niederlage bei Lugi HF Lund nicht mehr um den Einzug ins Viertelfinale geht.
Im Hinspiel in Ungarn hatten die Nordmeyer-Schützlinge eigentlich keinen schlechten Start, gestalteten die Begegnung offen und waren auch lange Zeit in Führung. Dann gab es einen Bruch im Spiel der TSV und Lars Lehnhoff und Co gerieten in Rückstand. Aus diesem Tief konnte sich die Mannschaft nicht mehr befreien und verlor mit acht Toren Differenz. Am Sonnabend wollen sich die TSV-Akteure dafür revanchieren, denn es war eine bittere Niederlage.
Um einen Sieg zum Abschluss der EHF-Cup Gruppenphase zu erzielen, wird sich die Abwehr auf die starken Angreifer von Csurgoi KK einstellen müssen. Besonders Linksaußen Akos Lele und der Weißrusse und Spielmacher Barys Pukhouski, die in Ungarn jeweils 8 Tore erzielten, sollten enger bewacht werden. Bei möglichst wenigen Fehlern im Angriff können auch die schnellen Gegenstöße von Lele unterbunden werden. Aber auch Kosta Savic und Mate Nagy konnten im Hinspiel mit jeweils sechs Treffern kaum gestoppt werden und trugen dazu bei, dass Csurgoi deutlich gewann.
Für die TSV wird eine Leistungssteigerung zu den vergangenen Begegnungen nötig sein, aber die Mannschaft um Mait Patrail ist motiviert und will die Scharte aus Ungarn wieder gutmachen. Gelingt es, die Fehlwürfe möglichst gering zu halten und sich in der Abwehr wieder einmal robust zu zeigen, dann ist ein Sieg durchaus zu realisieren. Leider werden aber auch zwei Pluspunkte nicht ausreichen, um ins Viertelfinale des EHF-Cups einzuziehen. Diese Möglichkeit wurde in den Partien zuvor verspielt.