Das Herz wieder in den richtigen Rhythmus bringen

Bürgermeister Alfred Baxmann (l.) und der Fördervereinsvorsitzende Rudolf Bembenneck (2.v.r.) mit den zum lebensrettenden Sponsoring überzeugten Georg F. Tesch (EHG expert), Stadtwerke-Geschäftsführer Rüdiger Funke und DATAX-Geschäftsführer Jürgen Waldeck (v.l.) bei der offiziellen Übergabe des Defibrillators an die Öffentlichkeit. (Foto: Georg Bosse)

Lebensrettenden Defibrillator können auch medizinische Laien leicht bedienen

BURGDORF (gb). 85 Prozent aller plötzlichen Herztode liegt anfangs ein so genanntes Kammerflimmern zugrunde. Ein Defibrillator, kurz „Defi“ oder auch Schockgeber genannt, kann diese Herzrhythmusstörungen durch gleichzeitige elektrische Stimulation einer hohen Anzahl von Herzmuskelzellen unterbrechen. Der Burgdorfer Seniorenrat hatte angeregt, solch ein womöglich lebensrettendes Gerät in der Stadtmitte zu installieren.
Am vergangenen Donnerstag war dann soweit. Der Förderkreis für Burgdorfer Senioren e.V. um seinen Vorsitzenden Pastor i.R. Rudolf Bembenneck hatte diese Anregung aufgenommen und dafür gesorgt, dass nun eine Defibrillator-Standsäule nahe der St. Pankratiuskirche zwischen Spittaplatz und Marktstraße eingerichtet werden konnte. Für das (Senioren-)Projekt konnte Bembenneck die Burgdorfer DATAX Consult Unternehmensberatung & Steuerberatungsgesellschaft mbH und den örtlichen EHG expert-Fachmarkt, das vis-á-vis gelegene Modehaus Fehling sowie den MARKTSPIEGEL als Sponsoren gewinnen, die zu den Gesamtkosten von rund 4.000 Euro ein Drittel beisteuerten. Den Rest brachten die 77 Mitglieder des Fördervereins auf und die Kosten für den Elektroanschluss in Höhe von etwa 2.500 Euro hatten die Stadtwerke Burgdorf übernommen.
Für die Anlage ist eine Allgefahrenversicherung abgeschlossen worden. Die All Risk-Deckung ist eine besondere Form einer Absicherung, die alles deckt, was in den Vertragsbedingungen nicht explizit ausgeschlossen ist. Und mit der Stadt wurde eine schriftliche Vereinbarung über die Folgekosten geschlossen. Das Gerät ist mit Alarmanlage, Heizung und Nachtbeleuchtung optimal ausgestattet. Einen Umschaltgriff gibt es ebenfalls, um die Frequenzen so einzustellen, dass sie auch für Kinderherzen angemessen sind.
„Künftig wird das Burgdorfer DRK für den „Defi“ verantwortlich sein und dessen Gebrauch in Schulen, bei der Feuerwehr sowie bei weiteren Vereinen und Verbänden vorstellen“, sagte Rudolf Bembenneck im Beisein des DRK-Vorstandes, Gero von Oettingen und Dr. Dariusz Nowak, anlässlich der offiziellen Übergabe dieser Hilfsmöglichkeit an die Burgdorfer Bürgerinnen und Bürger.
Die Handhabung des Defibrillators wird das DRK am Donnerstag, 5. November, ab 11.00 Uhr der Öffentlichkeit an Ort und Stelle demonstrieren.