CDU und FDP wollen es gemeinsam schaffen

Zum vom niedersächsischen Landtagswahlkampf geprägten CDU-Neujahrsempfang im Burgdorfer Johnny B. konnte der Lehrter CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens (stehend) den Braunschweiger Parteifreund Frank Oesterhelweg (Mi.) und den ehemaligen FDP-Minister Hans-Heinrich Sander begrüßen. (Foto: Georg Bosse)

CDU Burgdorf mit Neujahrsempfang in die heiße Landtagswahl-Phase

BURGDORF/LEHRTE/UETZE (gb). Dass der Wahlkampf in Niedersachsen vor der Entscheidung (20. Januar) in seine heiße Phase getreten ist, war beim CDU-Neujahrsempfang im Burgdorfer Jugendkulturzentrum Johnny B. kaum zu überhören. Unter dem Motto „Ab jetzt geht`s um die Wurst“, hatte sich der christdemokratische Stadtverband Burgdorf seinen Lehrter Landtagsabgeordneten und Landwirt Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, den Vorsitzenden der CDU Braunschweig, Frank Oesterhelweg, sowie als Überraschungsgast den liberalen Ex-Minister für Umwelt und Klimaschutz in Niedersachsen, Hans-Heinrich Sander (Holzminden), eingeladen.
Man wolle die Schwarz-Gelbe Koalition auf Landesebene fortsetzen und gemeinsam Erfolg haben, sagte Burgdorfs CDU-Chef Barthold Plaß (Schillerslage) zur Begrüßung der gut 80 Parteifreunde aus Burgdorf, Lehrte und Uetze im Bühnensaal des Johnny B. Während der ehemalige FDP-Minister Sander neben Hans-Joachim Deneke-Jöhrens in der ersten Reihe Platz genommen hatte, waren der Vorsitzende der Burgdorfer und Uetzer Freidemokraten, Dieter Lüddecke sowie ihr Landtagskandidat Thomas Dreeskornfeld (Ehlershausen), eher in den hinteren Reihen zu finden.
CDU-Landtagsabgeordneter Deneke-Jöhrens, der sich in der momentanen Mobilisierungsphase mit dem Verlauf des Wahlkampfes zufrieden zeigte und den Optimismus versprühte, seinen Wahlkreis wieder gewinnen zu können, kündigte seinen Braunschweiger Parteifreund Frank Oesterhelweg als einen „kampferprobten Kollegen und Überzeugungstäter“ an, der, wenn er erst mal Fahrt aufgenommen habe, nur schwer zu bremsen sei. Für den „D-Day in Niedersachsen“, so Oesterhelweg, beschwor der Braunschweiger den Schulterschluss des bürgerlichen Lagers: „Es ist Klartext angesagt, denn ab jetzt geht`s um die Wurst.“
Klartext gab es von ihm anschließend zu den Politikfeldern „Bildung“ „Eurozone“ und „Energiewende“, „Finanzkrise“ „Haushaltspolitik“ und „Integration“ zu hören. Der nach eigenen Worten „überzeugte Europäer“ versteht Bildung als wichtigsten Rohstoff des Landes, machte deutlich, dass es in der Eurozone bei Verletzung der Spielregeln auch mal „gelbe und rote Karten“ geben sollte und betonte, dass es mit der Energiewende ohne ausreichende Stromtrassen und Speicherkapazitäten nicht einfach wird, wenn Deutschland ein Industriestandort bleiben wolle. „Ferner ist Politik nicht dazu da, dem Raubtierkapitalismus einiger Finanzmanager und ihren Firmen Tor und Tür zu öffnen“, machte Oesterhelweg klar.
Temperamentvoll forderte Hans-Heinrich Sander unterdessen die Authentizität von Schwarz-Gelb ein, die seiner Meinung nach die Wählerinnen und Wähler erwarten würden: „Wir müssen es gemeinsam schaffen.“