Caren Marks war zu Gast bei BIOS in Otze

SPD-Bundespolitikerin Caren Marks (Mi.) sagte Jan-Hinrich Brinkmann, Alfred Baxmann und BIOS-Vorsitzenden Manfred Kuchenbecker (v.l.) ihre volle Unterstützung bei der Durchsetzung anwohnerverträglicher Bedingungen beim Schienenausbauprojekt „Alpha E“ durch Otze zu. (Foto: Georg Bosse)

SPD-Politikerin unterstützt Bürgerforderungen zu „Alpha E“

OTZE (gb). Wie kommt man dann „im Dorf ins Dorf“? Diese Frage möchten sich die Einwohner der Burgdorfer Ortschaft Otze besser nicht stellen, wenn das DB-Schienenausbauprojekt mit Variante „Alpha E“ ohne sicheren Bahnübergang durch das Dorf getrieben würde. Damit das nicht passiert, hat sich die Bürgerinitiative Otze Schiene (BIOS) gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hat, negative Folgen dieses Vorhabens für die betroffenen Anwohner möglichst gering zu halten.
Für dieses bürgerschaftliche Engagement versicherte sich BIOS am vergangenen Mittwoch der Unterstützung der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Caren Marks (SPD; Wedemark). „Wir wollen ohne Krawall konstruktiv an erträglichen Bedingungen für Otze mitarbeiten“, betonte der Vorsitzende der bereits 97 Mitglieder zählenden Initiative, Manfred Kuchenbecker, im Altenteilerhaus „Am Speicher“ gegenüber Bürgermeister Alfred Baxmann, Burgdorfs Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann, Ortsbürgermeister Carl Hunze und Caren Marks, die auch Mitglied der parteiübergreifenden Parlamentsgruppe „Bahnlärm“ ist.
Die Sozialdemokratin unterstützt die BIOS-Forderungen nach optimalem, passiven und aktiven Lärm- und Schallschutz sowie nach geeigneter Querungshilfe. Gerade hier sieht Otzes Grundschulrektorin Antje Kuchenbecker-Rose „Probleme auf uns zurollen“: „Schon jetzt ist das Dorf durch die Bahnstrecke Celle/Hannover zerschnitten. Kinder und ihre Eltern müssen künftig aus allen Ecken des Dorfes ungehindert und sicher zur Krippe, zur Schule und zum Sport kommen können, wenn die vorausgesagte Verdopplung des Güterzugverkehrs tatsächlich eintritt.“
Er sei sehr glücklich, dass bei diesem Thema Kommune und BIOS schnell „in einem Boot“ waren, sagte Alfred Baxmann und: „Mit Jan-Hinrich Brinkmann als die eine Stimme für Sehnde, Lehrte und Burgdorf beim Dialogforum Schiene-Nord sind wir auf dem richtigen Weg.“ Um die ambitionierten und für die Bahn nicht gerade billigen Bedingungen für die Trasse(n) akzeptabel zu machen, müssten noch „viele dicke Bretter gebohrt“ werden, so Brinkmann.
Und Caren Marks unterstrich: „Die gemeinsam zwischen Bahn und Dialogforum getroffenen Vereinbarungen zur Variante „Alpha E“ müssen der Maßstab für politisches Handeln auf allen Ebenen sein“.