Burgdorfs „neuer Stadtteil“ begeistert

Mit der fertiggestellten Flüchtlingsunterkunft östlich der Burgdorfer FTZ ist nach Worten von Sozialarbeiter Eitel Moch „ein neuer kleiner Stadtteil“ entstanden. (Foto: Georg Bosse)

Region investiert bis zu 8,2 Millionen Euro in Flüchtlingsunterkunft

BURGDORF (gb). „Für mich ist das hier wie ein kleiner neuer Stadtteil“, zeigte sich Eitel Moch, Flüchtlingssozialarbeiter der Stadt Burgdorf, von den neuen Unterkünften für geflüchtete Menschen begeistert, die in etwa nur zehn Monaten östlich der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) aus dem Boden gestampft wurden. „Wir haben hier einen supergeilen Sozialtrakt mit Büro und Gemeinschaftsraum, der uns ganz neue Betreuungsmöglichkeiten eröffnet. Das „größte“ Problem ist nur das fehlende WLAN“, so Moch. Aber die technischen Voraussetzungen seien bereits vorhanden, ergänzte Reiner Warnecke von der städtischen Gebäudewirtschaft. Man warte jetzt nur noch auf die Deutsche Telekom.
Diese Begeisterung erfreute Burgdorfs Sozialabteilungsleiter Thomas Borrmann ebenso, wie unter anderem Carmen Pförtner von der Kommunikationsstelle der Region Hannover und Hendrik Herbach vom Regions-Team „Bau & Technik“, die am vergangenen Freitag zu einer Begehung und genaueren Inaugenscheinnahme des Objektes in Burgdorf erschienen waren. Bauherrin der 148 Zimmer umfassenden Unterkunft ist die Region. „Die Anlage ist vollholzmassiv in Modulbauweise errichtet worden. Einige Arbeiten an der Außenanlage müssen noch vorgenommen werden. Aber die anfangs geschätzten Gesamtbaukosten in Höhe von 8,2 Millionen werden voraussichtlich unterschritten“, erklärte Hendrik Herbach.
„Die 3er- und 5er-Wohneinheiten sowie eine 4er-Wohnheit sind jeweils mit einer praktischen Küchenzeile und Sanitärräumen ausgestattet. Je nach Belegung müssen sich drei bis fünf Bewohner Küche und Toilette teilen. Bislang sind 45 Personen aus anderen Unterbringungsmöglichkeiten in Burgdorf hierher umgesetzt worden. Aber uns sind dieses Jahr weitere 94 Flüchtlinge angekündigt worden, bei deren Unterbringung wir dann nicht mehr so unter Druck stehen“, erläuterte Thomas Borrmann das keineswegs luxuriöse Obdach.
Die Wohnanlage ist als Flüchtlingsunterkunft auf zehn Jahre ausgerichtet. Die Organisation vor Ort übernehmen städtische Mitarbeiter/innen. Die Kosten dafür werden von der Region erstattet. „Was in den kommenden Jahren passiert oder wie es nach den zehn Jahren aussieht, kann heute niemand vorhersagen“, sagte Carmen Pförtner.