Burgdorfs neuer herausgehobener Unternehmensstandort

Mit dem Gewerbepark „Nordwest“ kann die Stadt Burgdorf erstmals qualitativ hochwertige Flächen in guter Lage offerieren. (Foto: Georg Bosse)
 
Für Burgdorfs Wirtschaftsförderer André Scholz gilt bei der Entwicklung des Gewerbeparks „Nordwest“ die Maxime „Qualität vor Schnelligkeit“. (Foto: Georg Bosse)

„Qualität vor Schnelligkeit“ ist die Entwicklungslinie beim Gewerbepark „Nordwest“

BURGDORF (gb). Seit diesem Jahr kann die Stadt Burgdorf mit dem Gewerbepark „Nordwest“ (NW) der Wirtschaft einen Standort anbieten, der mit stadtnaher Lage einerseits und der kurzen Anbindung an das Autobahnnetz andererseits eine neue Standortqualität bietet. Die früher entwickelten Gewerbegebiete in Burgdorf liegen sämtlich innerhalb der Kernstadt oder östlich davon in der Ortschaft Hülptingsen. Diese Flächen, vor allem in Hülptingsen, profitieren ebenfalls von der seit etwas über zwei Jahren fertig gestellten Umgehungsstraße. Mit „Nordwest“ kann die Stadt endlich Grundstücke anbieten, die kreuzungsfrei nach zirka 2,7 Kilometer direkt an die A37 (Hannover/Messe – Burgdorf) sowie an die B3 in Richtung Celle angebunden sind.
„Erstmalig kann Burgdorf damit Gewerbeflächen in einer Qualitätslage anbieten, die es für Unternehmen lohnend macht, sich hiermit als Alternative zu den etablierten Wirtschaftsstandorten in der östlichen Region Hannover zu beschäftigen“, betont Burgdorfs Wirtschaftsförderer André Scholz die Besonderheit des neuen Standortes. Dass hier in der Zukunft durchaus Ansiedlungserfolge möglich sind, beweist der erste Neubau in dem Gebiet. Der bislang im benachbarten Celle ansässige IT-Entwickler „AutoDo! GmbH“ konnte durch ein passendes Grundstücksangebot in „Nordwest“ für Burgdorf gewonnen werden. „Anfragen zeigen, dass wir nach und nach als alternativer Wirtschaftsstandort in den Planungen von Unternehmen wahrgenommen werden – das war bislang so nicht der Fall“, erläutert Scholz die positiv veränderte Situation.
Natürlich werde mit dem Gewerbepark „Nordwest“ auch das Ziel verfolgt, der Burgdorfer Wirtschaft mit Investitionsbedarf qualitativ hochwertige Flächen in guter Lage offerieren zu können. „Um hier im wichtigen Feld der Bestandspflege bei Bedarf kurzfristig reagieren zu können, ist es unumgänglich, in gewissem Umfang bebaubare Flächen vorrätig zu halten“, weiß Wirtschaftsförderer Scholz aus Erfahrung: „Zu einer Situation wie Ende der neunziger Jahre, als wir vorübergehend nur noch Restflächen anbieten konnten, sollte es nie wieder kommen.“ Folgerichtig hat deswegen bereits ein Burgdorfer Unternehmen eine weitere Fläche in „Nordwest“ erworben.
Dabei verliert die Stadt die Weiterentwicklungsmöglichkeit der etablierten Gewerbestandorte wie in Hülptingsen keinesfalls aus den Augen: „Auch dort konnten wir in diesem Jahr Flächen für Neuinvestitionen verkaufen. Ansonsten ist es natürlich klar, dass es bei seit vielen Jahren bestehenden Standorten immer wieder mal zu Nutzungsveränderungen und damit zu Umbrüchen kommt“, so André Scholz.
Um fünf weitere Grundstücke in „Nordwest“, die zum Teil bereits fest für unterschiedliche Interessenten reserviert sind, werden mit den potentiellen Investoren derzeit konkrete Planungsgespräche geführt. Diese Erörterungen umfassen auch die baldige Entwicklung eines großen Sonderbaufeldes im Eingangsbereich des „NW“-Parks, auf dem sich auch Betriebe mit großflächigem, einem für den Einzelhandel nicht zentral relevanten Hauptsortiment, wie beispielsweise Bau- oder Möbelmärkte, ansiedeln können. „Die Entwicklung gerade dieser Sonderfläche nimmt aufgrund der Änderungen in der Finanzierungsplanung eines Investors, der uns bereits ein Kaufangebot vorgelegt hatte, leider mehr Zeit in Anspruch als anfangs gehofft“, erklärt der Wirtschaftsförderer bedauernd.
„Aber auch hier, wie in dem gesamten Gebiet, gilt für uns der Grundsatz „Qualität vor Schnelligkeit“, da wir Flächen in dieser Güte schließlich nur einmal auf den Markt bringen können“, unterstreicht André Scholz die Entwicklungslinie der Stadt. So zeichne sich für das Sondergebiet jetzt eine andere Lösung ab. Insgesamt sollen entlang der Umgehung B 188 in mehreren Bauabschnitten etwa 35 Hektar Bruttofläche entwickelt werden. Das inzwischen verfügbare erste Teilstück umfasst flächenmäßig brutto rund 15,5 Hektar. Die Areale im ersten Abschnitt werden bis auf wenige Ausnahmen, die im Privateigentum sind, über die Stadt Burgdorf verkauft.
Vor ungefähr sechs Jahren wurde mit dem Beginn einer Gewerbebebauung entlang der Weserstraße gegenüber dem Gewerbepark „Nordwest“, auch „Burgdorfer Carré“ genannt, der Startschuss für den Aufschwung einer weiteren Stadtentwicklung im Westen Burgdorfs abgegeben. Die attraktiven Gewerbeneubauten, wie unter anderen das E-Center Cramer, das kombinierte Objekt für die Firma EHG expert mit Zahnärztezentrum und Architekturbüro Riesenberg & Tiarks sowie die Handels- und Dienstleistungsniederlassungen im weiteren Verlauf der Weserstraße, haben hier Meilensteine für den weiteren Ansiedlungsprozess gesetzt.