Burgdorfer Theaterluft schnuppern

König der Herzen (Foto: TfN)
 
Die Ratten (Foto: TfN)

Theater am Berliner Ring bietet Probeabo für die zweite Hälfte der Spielzeit an

BURGDORF (r/fh). Das Theater am Berliner Ring ist am Wochenende mit dem Stück „1984“ nach George Orwell erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Noch vier weitere Gastspiele des Theaters für Niedersachsen (TfN) stehen in der laufenden Saison auf dem Programm. Für Theaterfreunde, die sich bisher nicht für ein Abonnement entschieden haben, haben sich der VVV und die Stadt Burgdorf jetzt eine besondere Aktion einfallen lassen. Im Rahmen eines Schnupperabos können Interessierte zwei Stücke ihrer Wahl ansehen. Je nach gewünschter Sitzkategorie kostet es 32,90 Euro, 28,90 Euro, 24,90 Euro oder 19,90 Euro, Erhältlich ist das Schnupperabo bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Telefon (05136) 1862.
In der aktuellen Spielzeit werden noch die britische Politsatire „König der Herzen“ (16. Februar), die Tragikomödie „Die Ratten“ (16. März), das amerikanische Musical „Ein hässliches Spiel – Dogfight“ (27. April) und das klassische Ideendrama „Nathan der Weise“ (1. Juni) aufgeführt. Alle Vorstellungen beginnen freitags um 20 Uhr. Als zusätzlichen kostenlosen Service gibt es jeweils eine halbe Stunde vorher eine Einführung in das Bühnengeschehen.

16. Februar:
„König der Herzen“

In der Politkomödie „König der Herzen“ von dem britischen Dramatiker Alistair Beaton steht die Liebesgeschichte zwischen dem erfundenen britischen Thronfolger Prinz Richard und einer pakistanischen Muslima im Mittelpunkt. Der Prinz besteht darauf, sie zu heiraten und dafür zum Islam zu konvertieren. Nach dieser Ankündigung gerät der gesamte politische Apparat in Aufruhr, zumal der Vater des Prinzen auf dem Sterbebett liegt und damit der Thronwechsel bevorsteht. Das garantiert politisch unkorrekte Stück nimmt mit bissigem Humor Klischees und Ressentiments aufs Korn.

16. März
„Die Ratten“

Die Bühnenhandlung von Gerhard Hauptmanns Schauspiel „Die Ratten“ spielt in einem alltäglichen Berliner Mietshaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In diesem Mikrokosmos zeigt beispielhaft auf, wie der alltägliche Überlebenskampf in Zeiten von Unsicherheit und Krise eigentlich normale Menschen in rücksichtslose Bestien verwandelt. Im Zentrum steht die Frage: Bin ich bereit, für mein kleines, privates Glück so weit zu gehen, dass ich dabei in Kauf nehme, anderen Menschen zu schaden?

27. April
„Ein hässliches Spiel – Dogfight“

In dem Musical „Ein hässliches Spiel – Dogfight“ von Benj Pasek und Justin Paul schließen drei Rekruten kurz vor ihrem Abzug in den Vietnamkrieg eine frauenfeindliche Wette ab. Gewinner soll derjenige von ihnen sein, der das hässlichste Mädchen der Stadt zu einer Party mitbringt. Die Wahl des Rekruten Eddie fällt auf Rose, eine unbeholfene, aber lebensfrohe Kellnerin. Als er die warmherzige und humorvolle junge Frau näher kennenlernt, bereut er seine unlauteren Absichten und lässt sich in eine intensive Romanze mit ihr ein.

1. Juni
„Nathan der Weise“

Mit Gotthold Ephraim Lessings Schauspiel „Nathan der Weise“ endet die Spielzeit am 1. Juni. Der 1783 uraufgeführte Klassiker ist ein flammendes Plädoyer für Toleranz und das friedliche Miteinander der Religionen. Als Höhepunkt des Bühnenstücks entwirft der Aufklärer Lessing im Gleichnis vom Vater und den drei Ringen das Idealbild einer menschlichen Zivilisation, in der Christentum, Judentum und Islam eine gleichberechtigte und von gegenseitigem Respekt getragene Stellung einnehmen.