Burgdorfer erfolgreich bei den Jugendmeisterschaften im Fahrsport

Fokko und sein Pferd Stradivari im heimischen Stall. (Foto: Dana Noll)

Fokko Straßner wird Landes- und Bezirksmeister der Einspänner

BURGDORF (dno). Im Pferdeland Burgdorf erfreut sich neben klassischem Reiten und Dressur auch der Fahrsport zunehmender Beliebtheit. Neben Mut und Leidenschaft sind vor allem ein sensibles Händchen im Umgang mit Pferd und Kutsche von Vorteil. Davon profitiert auch der 17-jährige Fokko Straßner aus Schillerslage, der bereits seit 2009 erfolgreich an Turnieren teilnimmt.
Fahrsport ist mehr als ein Hobby. „Zu den Turnieren fahren, ist schon aufwendig“, so Fokko Straßner. Dort erwartet die jungen Teilnehmer aber eine ganz besondere Atmosphäre. „Hier wird gemeinsam gegrillt, man kennt sich und hilft sich untereinander“, so Mathias Straßner, der nicht nur als Vater von Fokko dabei ist, sondern auch als Beifahrer die Kutsche begleitet.
Fokkos Leidenschaft für den Fahrsport kommt nicht von ungefähr. Bereits sein Großvater sowie sein Vater waren aktiv und seine 19-jährige Schwester Silja reitet auf der 6-jährigen Stute Stradivari, mit der auch der Gymnasiast trainiert und bei Turnieren antritt.
Im Heim der Straßners erinnert vieles an den Reit- oder Fahrsport. Der Blick vom Wohnzimmerfenster geht direkt auf den Stall und im Hof stehen drei Kutschen, eine für das Gelände, ein Dressur- sowie ein Trainingswagen. Und eine kleine vierte Kutsche ist auch noch zu finden. „Mit dieser hat Fokko angefangen“, erzählt sein Vater rückblickend.
Anfang August fanden die Deutschen Jugendmeisterschaften sowie das Bundesnachwuchschampionat statt, bei denen nicht nur Fokko, sondern auch vier weitere Jugendliche aus dem Pferdesportverband Hannover (PSV) , erfolgreich waren. Fokko Straßner fährt im D2 Kader des PSV für die Reitgemeinschaft Schillerslage in der Klasse M. Bei den Landesmeisterschaften in Okel bestieg er das Treppchen ganz nach oben und wurde Landes- und Bezirksmeister der Einspänner Pferde.
„Fahrsport ist die vielseitigste Art des Pferdesports“, so Fokko. Bei einem Turnier müssen sowohl Gelände, Hindernis und Dressur absolviert werden. Daraus wird die Gesamtsumme vermittelt. Wer die wenigstens Abzüge/Strafpunkte hat, gewinnt. „Das ist gar nicht so einfach, gerade im Gelände eine gute Zeit zu schaffen und noch fehlerfrei zu fahren“, so Fokko. Dazu braucht es vor allem „eine feine Hand und ein gutes Auge“! Dazu kommt noch Kondition, ein bisschen Mut, Ruhe und gute Nerven. „Mit Gewalt geht da gar nichts“, so Mathias Straßner.
Trainiert wird in der Turniervorbereitung mindestens eine Stunde am Tag. Dazu geht es hauptsächlich nach Eicklingen, denn in Schillerslage hat sich bislang leider noch kein geeigneter Trainingsplatz gefunden.