„Burgdorfer Denkmäler“ stehen am Volkstrauertag im Mittelpunkt

Stadtführerin Andrea Mücher (rechts) unternimmt mit den Teilnehmern einen Rundgang zu den Burgdorfer Denkmälern und Gedenkstätten. (Foto: SMB)

Stadtmarketing Burgdorf lädt zur Sonderführung am 16. November ein

BURGDORF (r/jk). Im Rahmen des Volkstrauertages lädt der Verein Stadtmarketing Burgdorf (SMB) am Sonntag, 16. November, zu einer Sonderführung ein. Unter dem Motto „Vom Umgang mit Helden und Opfern“ unternimmt die Stadtführerin Andrea Mücher mit ihren Begleitern einen Rundgang zu den Burgdorfer Denkmälern und Gedenkstätten. An den Standorten heute nicht mehr existierender Mahnmale berichtet sie von deren ehemaliger Bestimmung und den Umständen ihrer Entfernung. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Völkerschlachtdenkmal am Wall/Vor dem Celler Tor.
Vom Völkerschlachtdenkmal führt der Weg zur St. Pankratius-Kirche, in deren Umfeld sich mehrere große Denkmäler zur Ehrung der Kriegsopfer befunden haben. Heutige Betrachter sehen nur noch das von dem Bildhauer Georg Hildebrandt geschaffene Gefallenen-Denkmal am Haupteingang der Kirche. Die denkmalgeschichtliche Wanderung führt weiter in den Stadtpark, in dem sich ebenfalls mehrere Mahnmale befinden, die an die Opfer der beiden Weltkriege erinnern. Nach einem Abstecher zum Rathaus I endet die Tour an der KulturWerkStadt, deren Räumlichkeiten von 1811 bis 1934 die jüdische Synagoge beherbergten.
Abhängig von ihrer Entstehungszeit fanden in den Denkmälern verschiedene Formen des kollektiven Erinnerns ihre symbolträchtige Verkörperung. Siegreiche Schlachten und Helden wurden bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts mit großen Kriegerdenkmälern gewürdigt. Vereine wie der Burgdorfer Sportverein „Viktoria von 1907“ gedachten der im 1. Weltkrieg gefallenen Vereinskameraden mit einem Denkmal, das heute im Stadion an der Sorgenser Straße zu sehen ist. Meistens stand der heldenhafte Opfergang der Gefallenen im Vordergrund. Nach den bitteren Erfahrungen beider Weltkriege dienten die seit den 1950er Jahren entstehenden Denkmäler und Gedenkstätten einer mahnenden Funktion. Niemals mehr sollte das deutsche Volk in einen desaströsen Vernichtungsfeldzug hineingezogen werden.
Teilnehmerkarten gibt es bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, Tel. 05136/1862.