Burgdorf ist in der DRK-Regionsbereitschaft kein „weißer Fleck“ mehr

Dr. Dariusz Nowak und Gero von Oettingen mit den ausgezeichneten DRK-Mitgliedern Angelika Bagdahn, Renate Karos und Helga Stikklas (v.r.). (Foto: Georg Bosse)

Für Annemarie und Günter Schliffka ist im kommenden Jahr Schluss

BURGDORF (gb). Neben den üblichen Berichten und der Ehrung verdienter langjähriger Mitglieder lag der Fokus der Mitgliederversammlung der DRK Burgdorf am vergangenen Samstag im JohnnyB. auf Tagesordnungspunkt 8. Hierbei handelte es sich um die „Neugründung des DRK-Bereitschaftsdienstes mit Übergabeprotokoll“.
Für Burgdorfs Rote Kreuz-Vorsitzenden Gero von Oettingen war es ein „erfreuliches Ereignis“, die drei Damen Angelika Bagdahn, Renate Karos und Helga Stikklas für ihre 25-jährige Mitgliedschaft mit Silber auszuzeichnen. Anschließend verlas v. Oettingen den Bericht der DRK-Kleiderkammer, der bei der Schilderung des Arbeitsaufwandes und des Bekanntwerdens einiger Zahlen aufhorchen ließ. So seien im zurückliegenden Jahr an 943 Bedürftige insgesamt etwa 34.800 Kleidungsstücke kostenlos ausgehändigt worden. Nicht minder beeindruckend war der Bericht von Günter Schliffka für die DRK-Begegnungsstätte „Herbstfreuden“. „Wir würden uns über neue Gruppen freuen, die unsere Keller-Kegelbahn nutzen möchten“, sagte Schliffka. Ferner stellte er bedauernd fest, dass von Januar bis September diesen Jahres 180 Burgdorfer (-17 Prozent) weniger Blut gespendet hätten. Eine Überraschung beendete seine Ausführungen: „Am 30. Juni 2017 ist für mich und meine Frau Annemarie nach sieben Jahren Schluss. Es ist dann genug.“ Dann wird man Annemarie und Günter Schliffka in der DRK-Begegnungsstätte „Herbstfreuden“ nicht mehr als engagierte Kümmerer begegnen.
„Wahnsinn, was alles von den Ehrenamtlichen im DRK geleistet wird“, begann die stellvertretende Bürgermeister Simone Heller ihr Grußwort. Frischer Geist und Umtriebigkeit könne Großes bewirken, spielte Heller schon mal auf die Veränderungen im Burgdorfer Ortsverein an. Mit Jens Berking an der Spitze wird das ehemalige Burgdorfer San-Team zu einem Bereitschaftsdienst mit erheblich mehr qualifizierten Aufgaben und so mit seinen 30 Mitgliedern dem Katastrophenschutz des DRK-Regionsbereitschaftszuges angegliedert. „Bisher war Burgdorf diesbezüglich ein „weißer Fleck“. Heute freue ich mich, Jens Berking und sein Team im Kreis der rund 500 Helfer der DRK-Regionsbereitschaft begrüßen zu können“, so Michael Meyen vom Regionsverband nach den Unterschriften und der Überreichung der Urkunde.