Bürgermeister Alfred Baxmann stellte den Bau einer neuen Sporthalle in Aussicht

Bürgermeister Alfred Baxmann berichtet über die städtischen Entwicklungsperspektiven. (Foto: SMB)

Bestattungsunternehmen Volkmann war Gastgeber des Stadtmarketing-Arbeitskreises „Arbeit und Wirtschaft“

BURGDORF (r/jk). Eine große Anziehungskraft hatte die 26. Sitzung des Stadtmarketing-Arbeitskreises „Arbeit und Wirtschaft“, zu der dessen Leiter Rüdiger Funke eine überaus große Gästezahl in den Räumlichkeiten des Bestattungsinstituts Volkmann begrüßte. Seniorchef Klaus Volkmann und sein Sohn Thorsten gestatteten den Sitzungsteilnehmern einen Blick hinter die Kulissen ihres Unternehmens und luden zu einem unbefangenen Umgang mit den Begleitumständen des menschlichen Ablebens ein.
Klaus Volkmann ließ die Anfänge und weitere Entwicklung bis zur heutigen Zeit Revue passieren. Unter Elise Wenzel, die von 1949 bis 1969 das Vorgängerinstitut führte, begann seine Laufbahn als Bestatter. Am 1. Januar 1970 übernahm Volkmann die Leitung und legte damit den Grundstein für die jahrzehntelange Erfolgsgeschichte des Familienunternehmens, dessen Geschäftsführung er sich seit 2004 mit seiner Ehefrau und seinem Sohn teilt. Dieser übernahm die Vorstellung der zur Auswahl stehenden Beerdigungsalternativen, stellte die damit verbundenen Modalitäten vor und empfahl den Besuchern eine vorausschauende Bestattungsvorsorge.

Gesundheitstag in Vorbereitung

Gerhard Bleich, Geschäftsführer des Stadtmarketing-Vereins, lenkte im Anschluss die Aufmerksamkeit auf das aktuelle Tätigkeitsprofil des Vereins. Für den „Burgdorfer Geschenkgutschein“ sei für das letzte Jahr eine Umsatzsteigerung von 220.000 auf 240.000 Euro zu bilanzieren gewesen. „Ein wichtiges Projekt, dessen Vorbereitungen bereits auf Hochtouren laufen, ist der 4. Burgdorfer Gesundheitstag am 18. Oktober, für den der Stadtmarketing-Verein wieder zahlreiche Kooperationspartner aus der Gesundheitsbranche gewinnen konnte“, berichtete Bleich. Hier laufe die Anmeldefrist demnächst aus, erinnerte der Geschäftsführer. Die von einer Stadtmarketing-Projektgruppe übernommene Programmgestaltung des Gesundheitstages habe bereits feste Konturen angenommen und beinhalte Ausstellungen, Mitmachaktionen, Vorträge und umfangreiche Informationsangebote, zu der die Besucher im Veranstaltungszentrum und JohnnyB. kostenfrei eingeladen seien.

10 Jahre Stadtmarketing

Sitzungsleiter Rüdiger Funke würdigte anschließend das 10-jährige Bestehen des Stadtmarketing-Vereins. „Zur erfolgreichen Arbeit des als Netzwerk für Wirtschaft und Gesellschaft fungierenden Vereins tragen fünf Arbeitskreise und sechs Projektgruppen mit ihren engagierten Mitgliedern bei“, erläuterte Funke. „Die in diesem Rahmen entwickelten kreativen Ideen haben sich im vergangenen Jahrzehnt zu einem wichtigen Impulsgeber für das Stadtmarketing entwickelt“, ergänzte er. Mit heute über 400 Mitgliedern nehme der Verein eine nicht mehr wegzudenkende Rolle im Stadtentwicklungsprozess ein.

Neue Parkplätze in unterer Marktstraße

Bürgermeister Alfred Baxmann leitete seine Einschätzung der gegenwärtigen Entwicklungsperspektiven Burgdorfs mit der positiven Nachricht ein, dass eine weitere Entschärfung der immer wieder in die Kritik geratenen Parkplatzsituation in der Innenstadt bevorstehe. Er berichtete, dass der Ausschuss für Umwelt und Verkehr den Beschluss gefasst habe, sechs weitere, mit Parkautomaten betriebene, Parkplätze in der unteren Marktstraße einzurichten. „Damit haben wir im Interesse des Einzelhandels einen zukunftsträchtigen Schritt vollzogen, die Erreichbarkeit der Innenstadt zu optimieren“, versicherte der Bürgermeister. Allerdings sei damit „das Ende der Fahnenstange erreicht“. Mehr Parkplätze könne die Marktstraße im Hinblick auf die zu bewahrende Aufenthaltsqualität nicht verkraften, machte der Bürgermeister deutlich. Jetzt gehe es für die Geschäftswelt darum, mit kreativen Ideen eine weitere Attraktivitätssteigerung des Einkaufserlebnisses in der Innenstadt herbeizuführen.

Neubau Sporthalle

Im Hinblick auf die momentane wirtschaftliche Situation der Stadt prognostizierte der Bürgermeister, dass alle mit deren Handhabung betrauten Politiker und die Bürger mit einer „gewaltigen finanziellen Kraftanstrengung“ zu rechnen hätten. „Eine dieser Herausforderungen ist die Umgestaltung des Schulbetriebs in der maroden Gudrun-Pausewang-Grundschule“, kündigte Baxmann an. Nach dem bisherigen Kenntnisstand könnten erneute kostspielige Sanierungsmaßnahmen an der in die Jahre gekommenen Schule und angeschlossenen Sporthalle nicht mehr gerechtfertigt werden. Eine Verlagerung des Schulbetriebs in die ehemalige Orientierungsstufe, den jetzigen C-Trakt des Gymnasiums, stelle deshalb eine sinnvolle und vertretbare Lösung des Problems dar. Baxmann zeigte sich zuversichtlich, dass für die vor der Schließung stehende Sporthalle ein alternatives Gebäude errichtet werden würde, von dem auch die nutzungsberechtigten städtischen Sportvereine profitierten. Für den dafür aufzubringenden Investitionsbedarf schwebte ihm als Ideallösung eine Zusammenarbeit mit der Region Hannover und den betroffenen Vereinen vor.