Brandeinsätze bei der Feuerwehr rücken ins Abseits

Timo Scheffler (links) wurde zum Löschmeister ernannt. (Foto: Dana Noll)

Ortswehr Schillerslage leistete im vergangenen Jahr 4.376 Stunden

SCHILLERSLAGE (dno). 2015 war ein „stürmisches“ Jahr! Schon zu Beginn war die Ortswehr Schillerslage mit ihren 35 aktiven Kamerad/innen überwiegend mit umgestürzten Bäumen beschäftigt. Bei den 38 Alarmierungen gingen allein 15 auf Kosten der starken Stürme.
„Brandeinsätze werden immer seltener, dafür steigen die Einsätze auf Grund von Unwetterschäden“, so Ortsbrandmeister Timo Scheffler, der auf der Jahreshauptversammlung zum Löschmeister ernannt wurde. Ein großer Baumbrand zum Beispiel, der durch einen eingeschlagenen Blitz verursacht wurde, unterbrach das Königsessen beim Schützenfest. „Hilfeleistungen bei der Wehr verlangen heute einen breiten Einsatz“, so Alfred Baxmann, Bürgermeister der Stadt Burgdorf.
Insgesamt wurden 4.376 Stunden geleistet, darunter fünf Übungen, weitere zwei Brandeinsätze, zwei Einsätze bei der Flüchtlingshilfe, zwei Taucheinsätze und zahlreiche Veranstaltungen. Mit 80 „geschminkten“ Verletzten war die Übung in der MHH eine besondere Herausforderung.
Mit 2.419 Stunden war die Jugendfeuerwehr, derzeit mit fünf Mädchen und acht Jungen aktiv, „Spitzenreiter“. „Es ist eine wichtige Aufgabe, die jungen Menschen an die Wehren zu binden“, so Timo Scheffler. Die erste Gruppe zeigte mit 1.107 Stunden Einsatz und die zweite Gruppe toppte dies mit 1.195 Stunden. Die 12 Kameraden aus Gruppe 3 kamen noch auf 800 Stunden. „Wir brauchen jede Wehr, wir können auf keine Ortsfeuerwehr verzichten“, lobte Baxmann.
„Was machbar ist, wenn Geld keine Rolle spielt“, zeigte die „Interschutz“ Hannover, die von den Kamerad/innen der 2. Gruppe besucht wurde. Doch, der „Feind des Guten ist das Bessere“, so Baxmann. Er zeigte sich zufrieden mit Ausrüstung und Qualifikation der Wehren: „Natürlich könnten die Lehrgänge besser laufen, doch wir versuchen die Kontingente aufzustocken. Wir sind stolz über den „kurzen Draht“, den wir nutzen können, um Mängel, die es gibt, schnell zu beheben.“ Dazu zählt sicher auch die Diskussion um das neue Feuerwehrhaus, dass 2017/2018 in der Planung steht und sich „im oberen 6-stelligen Kostenbereich“ bewegen wird.
„Nach 20 Jahren Sonnenschein beim Dreschfest gab es diesmal Regen satt“, so Wolfgang Heldt vom Förderverein. Doch durch den gemeinsam Termin mit dem Regionserntefest gab es einen festen Zeltboden und somit fiel das Dreschfest „nicht ins Wasser“. Nicht nur die 217 Mitglieder vom Förderverein drücken für den 10. September 2016 fest die Daumen, dass wieder die Sonne scheint und viele Besucher/innen für das Thema „Rund um die Milch“ interessiert werden.
Und noch ein Highlight wird am 5. November 2016 in Schillerslage begangen. Der Historische Löschzug feiert nicht nur seinen 40. Geburtstag, sondern auch seinen 40. Einsatz in Burgdorf! „Noch vier Gründungsmitglieder leben heute in Schillerslage, leider sinkt die Zahl unserer Mitglieder, angefangen mit 94, sind heute nur noch 79 dabei“, so Helmut Laue. Doch ein Historischer Löschzug ist unverzichtbar, dass zeigen auch die 192 Einsätze im vergangenen Jahr.