Besonders die Kinder zeigten großen Einsatz für die Natur

Besonders die Kinder zeigten großen Einsatz für die Natur. (Foto: Dana Noll)

„Alles, was aus Holz war, musste raus!“

BURGDORF/IMMENSEN (dno). Während die meisten Burgdorfer noch am Frühstückstisch saßen, waren bereits über 50 Kinder und Erwachsene am vergangenen Sonntagmorgen mit dem NABU im Einsatz. Mit ihrer alljährlichen Aktion „90 Minuten für den Laubfrosch“ zeigten sie erneut großen Einsatz rund um das Teichbiotop zwischen Burgdorf und Immensen.
Ganz vorn mit dabei, die NABU-Kindergruppe „Die Naturforscher“, die eine Patenschaft für dieses Amphibienbiotop übernommen hat, um den vom Aussterben bedrohten Laubfrosch zu retten.
„Es ist toll, wie engagiert die Kinder sind und mit großen Eifer mithelfen“, so Hans-Jürgen Sessner, Kindergruppenleiter NABU. „Es macht aber auch viel Spaß“, fügt der fünfjährige Jonas hinzu.
Bereits zum 4. Mal lud der NABU zu diesem Einsatz ein und bewies, dass „Naturschutz nicht nur eine Aufgabe für Experten ist“. „Jeder kann seinen Beitrag leisten“, so Günter Eggers, der bereits seit vielen Jahren mit seiner Familie zum Helfen in und für die Natur dabei ist. „Mein Sohn Jonathan ist mit der Aktion groß geworden. Er war erst 6 Jahre alt, als er zum ersten Mal hier mithalf und ist heute 13 Jahre alt und immer noch dabei, so wie sein 8-jähriger Bruder Samuel!“
Um das Teichbiotop für Laubfrosch, Kreuzkröte und Bergmolch zu erhalten, müssen die dort wachsenden Bäume, wie Kiefern und Weiden, „eingedämmt“ werden, damit sie das Wasser nicht beschatten. Denn nur wenn sich das Wasser im Frühjahr schnell erwärmen kann, können sich die Amphibien erfolgreich fortpflanzen.
Über 50 fleißige Helfer waren dabei, die unzähligen kleinen und auch größeren Bäumchen herauszuziehen. Da war bei einigen hartnäckigen Wurzeln ordentlich Muskelkraft oder bei den Kindern Teamwork angesagt. Der Wettbewerb, um „die längste Wurzel“ wurde um 10 Uhr morgens eröffnet. Nach 90 Minuten Einsatz wurde sich am „Froschbuffet“ mit heißen Getränken und belegten Brötchen gestärkt.
„Wir freuen uns, dass in diesem Jahr noch mehr Helfer dabei waren als im Vorjahr“, so Hans-Jürgen Sessner.