Beschwingte Melodien mit dem Johann-Strauss-Orchester

Begeisterung beim Neujahrskonzert des Johann-Strauss-Orchester Hannover. (Foto: Dana Noll)

Auf neuen Stühlen ins Burgdorfer Konzertjahr 2016

BURGDORF (dno). Etwa 400 Besucher/innen - erneut ausverkauft - lauschten noch bequemer und komfortabler den Klängen des Johann-Strauss-Orchesters am vergangenen Samstagabend. Etwas breiter, gut gepolstert und damit noch gemütlicher, zeigte sich pünktlich zum Neujahrskonzert im StadtHaus Burgdorf die neue Bestuhlung.
Bereits zum 13. Mal begeisterte das Johann-Strauss-Orchester Hannover unter der Leitung von István Szentpáli das Burgdorfer Publikum und sorgte mit seinen Melodien für einen beschwingten Start ins neue Kulturjahr.
Bereits vor dem Eingang unterhielt der Burgdorfer Mitmachzirkus Kritzpritzknuckelmuckeldü die ankommenden Gäste mit einer „Feuer-Jonglage“. Drinnen sorgte das Jazztrio „Swing Mobil“ aus Hildesheim für kurzweilige Unterhaltung und bot ein abwechslungsreiches Vorprogramm. Mit einem Begrüßungsgetränk und „Glückskeksen“ wurden die Gäste überrascht, bevor es gewohnt unterhaltsam in das festliche Neujahrskonzert ging.
Unter der Leitung von István Szentpáli spielten die 40 Musiker des Johann-Strauss-Orchester Hannover beschwingte Melodienfolgen aus der populären klassischen Unterhaltungsmusik. Den Auftakt bildete der „Walzertraum“ von Oscar Strauss. Im Verlauf des Konzertabends waren Werke von Johann Strauss, Franz Lehar, Gioachino Rossini, Jacques Offenbach und Robert Stolz zu hören.
Das ungarische Temperament und die Leidenschaft des aus Debrecen stammenden Szentpáli wirkten ansteckend. Der Geiger hob 1993 das Orchester aus der Taufe und begeistert seitdem mit unverblümter Spielfreude.
Der perfekt abgestimmte Konzertklang des Johann-Strauss-Orchester Hannover und die festliche Atmosphäre bereiteten den Gästen einen ersten musikalischen Genuss im neuen Jahr. Eine schöne stimmliche Ergänzung boten die beiden Gesangssolisten der Tenor Patrick Vogel sowie die Mezzosopranistin Mareike Morr, die seit der Spielzeit 2008/2009 zum festen Ensemble der Staatsoper Hannover gehört.
Den Burgdorfer Kulturfans dürfte Morr bekannt sein, denn vor kurzem übernahm sie in Felix Mendelssohn-Bartholdys Oratorium „Paulus“ die Altpartie. Mit „Ich lade gern` mir Gäste ein“ präsentierte sie ein Stück aus einer der berühmtesten Operetten der Welt, der „Fledermaus“.
Natürlich ließ es sich der Ungar Szenpáli nicht nehmen, auch wieder ein weniger bekanntes Werk aus seiner Heimat vor zu tragen. Nachdem er im vergangenen Jahr „Háry János“ von Zoltán Kodály präsentierte, gab es diesmal „Èljen a Magyar!“ Nach der Pause ging es – musikalisch - nach Spanien, Algier und in das „Weiße Rößl“.