Berufliches Gymnasium präsentierte sich der Öffentlichkeit

BBS-Leiter Gerhard Klaus (links) stellte das Berufliche Gymnasium „Technik“ und Wirtschaft“ in Burgdorf vor. (Foto: Georg Bosse)

Der alternative Weg zur Hochschulreife

BURGDORF/ALTKREIS (gb). In den vergangenen drei Wochen hatten die Berufsbildenden Schulen Burgdorf (BBS) zu zwei Informationstagen an den „Berliner Ring“ eingeladen. Dabei ging es im Besonderen um Profile, Inhalte und Anforderungen für Schülerinnen und Schüler, die die Allgemeine Hochschulreife mit dem Beruflichen Gymnasium „Technik“ oder „Wirtschaft“ erreichen möchten.
BBS-Schulleiter Gerhard Klaus begrüßte die interessierten Besucher in der Pausenhalle. Die Burgdorfer (Aus-)Bildungseinrichtung ist eine der größten Schulen in Niedersachsen, die für die rund 450 Gymnasiasten/innen aus dem östlichen Teil der Region durch eine verbesserte verkehrliche Infrastruktur in durchschnittlich 35 Minuten zu erreichen sei, holte Klaus aus. „Wir schaffen für unsere erfolgreichen Absolventen/innen die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen, um künftig an sichere Arbeitsplätze mit guten Karrierechancen und Akademikergehältern zu gelangen“, so der Schulleiter. Dieser Zukunft können von 130 Schüler/innen des jüngsten Abschlussjahrgangs 93,8 Prozent entgegensehen, die am Beruflichen Gymnasium ihr Abitur mit Schwerpunkt „Technik“ oder „Wirtschaft“ gebaut haben. Dabei lag die Durchschnittsnote jeweils bei 2,7, die im niedersächsischen Ranking einen Platz im oberen Mittelfeld bedeutet. Im Unterschied zu den Allgemeinbildenden Gymnasien, wo nach 12 Jahren die Abiturprüfung abgelegt wird, hat die berufliche gymnasiale Oberstufe einen 13 Jahre Rhythmus. Die an das berufliche Leben stark angelehnten Lerninhalte werden über zahlreiche Projekte sowie mit massivem Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie vermittelt. „Dabei gehören Smartboards zum Standard, womit bei uns die „Kreidezeit“ endgültig ein Ende hat“, nannte Klaus nur ein Beispiel. Darüber hinaus habe man auch den Anspruch Sozialkompetenz und Teamfähigkeit zu schulen.
Vorbedingung für den Besuch des Berufsbildenden Gymnasiums ist der erweiterte Sekundarabschluss I (Realschule) oder das erfolgreiche Beenden der Klasse 9 an einem Allgemeinbildenden Gymnasium. Am erfolgreichen Ende der Gymnasialzeit „Technik“ oder „Wirtschaft“ steht dann die Allgemeine Hochschulreife, die nicht nur soziale Anerkennung bedeutet, sondern auch den Weg in eine vielseitige Studienwelt ebnet. „Aller Wahrscheinlichkeit nach werden wir in der Lage sein, für das Schuljahr 2012/2013 sämtliche Anmeldungen annehmen zu können“, machte Gerhard Klaus den Jugendlichen und ihren Eltern Mut.
Anschließend gab es für die Besucher die Gelegenheit Räume und EDV-Einrichtungen, Labore und Werkstätten zu besichtigen sowie mit den Lehrkräften ins Gespräch zu kommen.