Bernward Breitenbach wurde vor 60 Jahren zum Priester geweiht

Auch mit fast 92 Jahren feiert Bernward Breitenbach noch aktiv einen Gottesdienst. (Foto: Wolfgang Obst)

Ehemaliger Burgdorfer Priester feierte Jubiläum mit Gottesdienst

BURGDORF (r/jk). Vor 60 Jahren, am 6. Juli 1952, wurde Bernward Breitenbach zum Priester geweiht. Breitenbach war von Januar 1961 bis zum 24. April 1987 Pfarrer der katholischen St. Nikolausgemeinde in Burgdorf. Seine über 25-jährige Tätigkeit in Burgdorf war geprägt durch das 2. Vatikanische Konzil mit seinen gravierenden Umbrüchen in der Gestaltung der Gottesdienste und durch die Um- und Erweiterungsbaumaßnahmen des Gemeindesaales und der Nikolauskirche. Bernward Breitenbach war auch mit dafür verantwortlich, dass das bis dahin von Burgdorf aus betreute Großburgwedel eine eigene Kirche bekam und somit eigene Gemeinde wurde. Im Februar 1966 wurde die Burgwedeler St. Paulus Kirche von Bischof Heinrich Maria Janssen geweiht.
Vergangenen Freitag feierte der fast 92-jährige Bernward Breitenbach im Haus der Caritas An der Waldmühle in Braunlage im Beisein von über 30 Gästen aus seiner ehemaligen Burgdorfer Gemeinde mit einem Dankgottesdienst nun sein 60-jähriges Priesterjubiläum. Die heilige Messe gestaltete auch Hans-Karl Janotta, von 1965 bis 1968 Kaplan in Burgdorf und jetzt Pfarrer von St. Cyriakus in Duderstadt. Janotta dankte Breitenbach mit humorvollen Worten für alles, was er bei ihm gelernt hatte. Eines und das sei ihm auch heute noch besonders wichtig, habe er aus all den Jahren in Burgdorf mitgenommen, nämlich, das die Kirche zu den Menschen gehen muss. „Wenn ich in Duderstadt für die 800 Meter von der katholischen zur evangelischen Kirche über zwei Stunden brauche, dann ist es genau das, was Kirche heute bedeutet, nämlich für die Menschen mit all ihren Sorgen, Problemen und Wünschen da zu sein“, so Janotta.
Beim anschließenden Empfang überbrachte Wolfgang Obst vom Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand die herzlichsten Grüße und Glückwünsche der Nikolausgemeinde. Obst dankte Breitenbach für sein Engagement in der Kirchengemeinde und der Stadt, dass auch heute noch nachhaltig zu spüren sei. Bernward Breitenbach war in erster Linie für die Menschen da. Die Konfession spielte dabei nicht immer die erste Rolle. Obst würdigte besonders sein Engagement für die Ökumene. Zusammen mit Rudolf Bembenneck, der sich voller Dankbarkeit an Bernward Breitenbach erinnert und den er als „Pfundskerl“ bezeichnet, habe er sich nachhaltig für die Ökumene in Burgdorf verdient gemacht. Obst überbrachte aber auch die Grüße der Stadt Burgdorf und von Bürgermeister Alfred Baxmann, der Breitenbach die besten Wünsche übermitteln ließ. Breitenbach dankte seinen Burgdorfer Gästen mit einem ganz prägnanten Satz: „Ich werde Burgdorf nie vergessen, grüßt mir Burgdorf.“